Kommentar

Keine falschen Versprechen

12.12.2020 • 18:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nachdem in Vorarlberg die Massentests vor einer Woche durchgeführt wurden, wird derzeit in anderen Bundesländern durchgetestet. So perfekt die Organisation in Vorarlberg war, so stümperhaft war die Bewerbung. So war in einem Sujet des Landes Vorarlberg zu lesen: „Weil ich wieder feiern gehen möchte.“ Dies sollte als Anreiz für eine Teilnahme am Massentest dienen, suggerierte aber ein völlig falsches Bild der Sicherheit. Auch im österreichischen Parlament wird derzeit mit falschen Versprechungen um sich geworfen. Zahlreiche Abgeordnete machten für die Massentests mobil, damit man ein sicheres Weihnachtsfest habe. Das ist falsch. Die Massentests sind eine Momentaufnahme. Eine Aufnahme eines sehr kurzen Momentes sogar, wie eine Testung in meinem unmittelbaren Umfeld bewiesen hat. Eine Bekannte wurde am Freitag negativ getestet, aber am Sonntag als ­Kontaktperson eines Infizierten einem PCR-Test unterzogen. Dieser war dann positiv und besagte Bekannte ist seither in Quarantänen. Ein Massentest befreit niemanden davon, sich an die Maßnahmen und Vorgaben zu halten. Er dient dazu, jene Menschen, die unwissentlich als Spreader fungieren, ausfindig zu machen, um Schlimmeres zu verhindern. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.