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Land verbaut 150 Millionen

02.02.2021 • 19:40 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
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Archiv/Apa/Schneider

Trotz Krise wird kräftig in den Hoch- und Straßenbau investiert.

Ungeachtet der finanziellen Belastungen durch die Corona-Krise, will die Landesregierung kräftig in den Hoch- und Straßenbau investieren. festgezurrt wurde der Etat im Landesvoranschlag 2021, das für den Bereich rund 150 Millionen Euro vorsieht und damit um 30 Millionen Euro über dem Budget des vorigen Jahres liegt. Landeshauptmann Markus Wallner und der ressortzuständige Landesrat Marco Tittler bezeichneten die Investitionen als „unverzichtbare Impulse“ für den wirtschaftlichen Aufschwung nach der Corona-Krise. „Die Corona-Pandemie hat uns hart getroffen. Das darf uns aber nicht lähmen, sondern zwingt uns gerade dazu, aktiv und entschlossen gegenzusteuern“, betonte Wallner beim Pressefoyer nach der Regierungssitzung.
Im Landesstraßenbau sind heuer insgesamt 91,5 Millionen Euro für Sachausgaben veranschlagt, Davon fließen rund 68 Millionen ins tatsächliche Bauprogramm. Die größten Ausgaben entfallen hier auf die Rheinbrücke zwischen Hard und Fußach, den Autobahnanschluss Rheintal-Mitte (6,8 Millionen Euro) und die vorbereitenden Baumaßnahmen für den Bau des Stadttunnels in Feldkirch. Rund 26 Millionen Euro kosten der Umbau und die Instandsetzungen des 800 Kilometer langen Landesstraßennetzes und der dazugehörigen Bauwerke wie Brücken, Tunnel und Unterführungen. Für den Hochbau stehen laut Tittler rund 58 Millionen Euro zur Verfügung. Der größte entfällt mit drei Millionen Euro in die Erweiterung bzw. den Umbau der Landesspitäler. Rund 25 Millionen Euro sind für Projekte an Landesgebäuden und Bildungsstätten reserviert. Neben der Aufstockung des Verwaltungsgebäudes der Fachhochschule Dornbirn und der Erweiterung der Landesberufsschule Dornbirn 2 wird auch in die Landesbibliothek in Bregenz und das Landeshoch- und Straßenbauamt in Feldkirch investiert.

„Die Krise hat uns hart getroffen. Das darf uns aber nicht lähmen, sondern zwingt uns gerade dazu, entgegenzusteuern.“

Markus Wallner, Landeshauptmann

Landeskrankenhäuser: Investitionen in Spitäler

Rund 33 Millionen Euro werden heuer in den Ausbau von drei Landeskrankenhäusern (LKH) investiert. Davon sind 14 Millionen Euro für das LKH Feldkirch budgetiert. Die Ausführungsplanung für den neuen Haupteingang samt Kiosk, Bank und einer neuen Verkehrsführung läuft. Baubeginn ist im Juli 2021. Die Aufstockung des Mitteltrakts Süd soll im April beginnen. Der Baubeschluss für die Sanierung des Bettenturms OG4 wird im März erwartet. Am LKH Rankweil werden sieben Millionen Euro investiert. Die Ausführungsplanung für den Neubau der Erwachsenenpsychiatrie ist im Gange, die Tiefbauarbeiten sollen noch im März ausgeschrieben und im Juni vergeben werden.
Auch am LKH Bludenz wird investiert – und zwar 2,25 Millionen Euro für die Stationssanierung sowie die Planung für die noch offenen Bauphasen der Bereiche Physiotherapie, Entbindung und OP-Sanierung weitergeführt.

Straßenbau: Rekordprojekt Rheinbrücke

Der Neubau der Rheinbrücke Hard-Fußach ist das kostspieligste Projekt im heurigen Bauprogramm. 25,4 von 70 Millionen Euro Gesamtbaukosten fallen in den Haushaltsvoranschlag 2021. Mit den Bauarbeiten wurde im Juni des vergangenen Jahres begonnen. Gestern erfolgte der Einschub der ersten Stahlholkästen. Die neue Rheinbrücke Hard-Fußach wird voraussichtlich im Sommer 2022 fertiggestellt sein. Danach wird die alte Bestandsbrücke abgetragen. Die komplette Baufertigstellung ist laut Landesregierung für Ende 2023 geplant.
Der Grund für den Neubau ist die Hochwassersicherheit. Diese wurde von der Internationalen Rheinregulierung (IRR) als kritisch eingestuft.

Das Verwaltungsgebäude der FH wird derzeit aufgestockt. <span class="copyright">Steuerer</span>
Das Verwaltungsgebäude der FH wird derzeit aufgestockt. Steuerer

In Vorbereitung: Stadtunnel Feldkirch

Insgesamt 3,5 Millionen Euro sind für die vorbereitenden Maßnahmen für den Stadttunnel Feldkirch reserviert. Dazu gehören die Errichtung von Lärmschutzwänden, der Einbau einer Eisenbahnweiche für den Abtransport des Gesteins sowie die Errichtung eines Informationszentrums. Zudem wird im Herbst mit dem Bau des ersten Erkundungsstollens begonnen. Die Gesamtkosten sollen zwischen 260 bis 275 Millionen Euro betragen.

Bildungsstätten: FH und Berufsschule werden aufgestockt

Im Bereich der Bildungsstätten werden sich im Besonderen zwei Projekte finanziell niederschlagen. Wie berichtet, wird das Verwaltungsgebäude der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn um zwei Geschosse aufgestockt, um Platz für zusätzliche Büros, Aufenthaltsflächen und einen Hörsaal zu schaffen. Aber auch im Innenbereich werden Adaptierungsarbeiten vorgenommen. Baubeginn war im April 2020, bis Mai 2021 sollen die Rohbauarbeiten dann abgeschlossen sein. Die Fertigstellung ist für Februar 2022 geplant. Weiterhin vorangetrieben wird auch die Planung des Gebäudekomplexes an der Achstraße. Alles in allem sind für beide Baumaßnahmen rund 50 Millionen Euro vorgesehen, im Landesbudget 2021 schlagen sie zusammen mit 6,5 Millionen Euro zu Buche.
Aufgestockt und erweitert wird auch die Landesberufsschule 2 in Dornbirn. Baubeginn war im März 2020, bis Jahresende sollen die Bauarbeiten beendet sein. Heuer sind 5,9 Millionen Euro budgetiert. Die voraussichtlichen Gesamtkosten beziffert das Land mit 11,7 Millionen Euro.

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