Vandalen zerstören Waldzauber

Weihnachtsstimmung: Privat genehmigte Initiative störte Einige sehr.
Drei Frauen, die namentlich nicht erwähnt werden möchten, gestalteten auf den ersten Adventsonntag hin einen „Weihnachtszauber“ beim Kraftplatz „Kreuz im Wald“ im Forst oberhalb von Feldkirch-Tosters. Sie schmückten einige Bäume und Sträucher und stellten Weihnachtsdekoration auf. Vorbeikommende Kinder durften einen eigenen Baum mit bereitgestellten kleinen Figuren selbst schmücken, eine Wandererin brachte eigenen Schmuck und setzte die Dekoration fort.
Die Idee für diesen Waldzauber hatten die Frauen aus dem Montafon mitgebracht, die Intention war, bei Kindern, Spaziergängern, Joggern und Reitern für Weihnachtsstimmung zu sorgen. Das Projekt war vom Ortsvorsteher und dem Obmann der Agrar Tosters genehmigt worden.
Unterschiedliche Reaktionen
Doch mit dem dritten Adventsonntag ist es schon wieder vorbei mit dem Waldzauber, wie Gernot Stadler aus Feldkirch informiert. „Ich war beim Auf- und Abbau involviert und habe dabei auch die unterschiedlichen Reaktionen von Passanten miterlebt“, sagt er. Denn so sehr sich die einen darüber freuten, so sehr störten sich die anderen daran. Manche schrien „Zeter und Mordio“, so Stadler, andere gingen weiter und rissen Schilder ab und zerstörten Dekorationen.
„Den Initiatorinnen wurde es schließlich zu dumm, den Platz laufend aufzuräumen und das Gejammer der sich gestört Gefühlten anzuhören, nie wissend, was am nächsten Tag wieder passieren wird. Sie nehmen zur Kenntnis, dass der Waldzauber nicht nur verzaubern kann, sondern auch Verbitterung, Wut und Aggression auslöst“, beschreibt Stadler. Es würde einigen zu viel Kraft und Toleranz abverlangen, einfach wegzuschauen, wenn ihnen etwas nicht gefällt. „Dass dabei auch Tatbestände wie Sachbeschädigung, Vandalismus und Diebstahl in Kauf genommen werden, zeugt von überraschend gut entwickelter krimineller Energie und zumindest von null Respekt“, so Stadler weiter. Also hätten sich die drei Frauen entschlossen, den Waldzauber frühzeitig zu beenden, bedauert Stadler.