Allgemein

Skinfit eröffnet Outlet-Store in Rankweil

04.04.2023 • 18:24 Uhr
Prokurist und Geschäftsleitungsmitglied von Skinfit Daniel Frei.<span class="copyright"> Aurelian Böhler</span>
Prokurist und Geschäftsleitungsmitglied von Skinfit Daniel Frei. Aurelian Böhler

Im neuen Shop sollen zukünftig Restposten deutlich vergünstigt verkauft werden. Der Sportbekleidungshersteller spürt auch die getrübte Konsumlaune.

Der Vorarlberger Sportbekleidungshersteller Skinfit eröffnet am 15. April 2023 im ehemaligen BayWa-Gebäude in Rankweil einen eigenen Outlet-Store. Darüber informierte Prokurist und Geschäftsleitungsmitglied Daniel Frei. Dort sollen zukünftig Restposten und Einzelstücke sowie Produkte mit leichtem Mangel zu deutlich reduzierten Preisen verkauft werden. Die aktuelle Kollektion findet sich unterdessen nicht in Rankweil. Denn die Artikel sind in der Regel mindestens zwei Saisonen alt oder haben besagte leichte Mängel.

Bislang diente der Standort in Rankweil nur als Außenlager. Die Eröffnung dieses Outlet-Stores ist eine Premiere in der Geschichte von Skinfit. Man habe sich dazu entschieden, um den alle paar Jahre stattfindenden Restposten-Abverkauf in der Messe Dornbirn zu vermeiden, da dies mit viel Aufwand verbunden gewesen sei, so Frei. Der Outlet-Store mit etwa zwei Beschäftigten sei regelmäßig an Freitagen und Samstagen geöffnet. Man wolle mit dem Angebot auch neue Kundenschichten ansprechen. Allerdings sei man sich bewusst, dass der eine oder andere Skinfit-Stammkunde zukünftig vielleicht zuerst dort einkaufen gehe, bevor er in die Shops komme. „Und auch der eine oder andere Schnäppchen-Jäger wird dort zu finden sein“, schätzt Frei.

Andere Marken

Der neue Outlet-Store bietet eine weitere Premiere: Denn erstmals sollen auch andere Marken an einem Skinfit-Standort verkauft werden, allerdings ebenso nur Restpos­ten oder Einzelstücke. In dem Zusammenhang könne man sich auch Kooperationen mit regionalen Herstellern und Händlern vorstellen. Allerdings müsste es sich hier ebenfalls um Restposten etc. handeln und zudem benötige es einen Bezug zum Sport, erklärt Frei. Der schon länger bestehende Outlet-Store im Webshop hat wiederum ein anderes Angebot: Denn hier findet sich nur 1A-Ware, etwa von einer gerade auslaufenden Kollektion.

Im Geschäftsjahr 2022 kam Skinfit nach Angaben von Frei auf einen Umsatz von 15,8 Millionen Euro. Das entspreche einem Minus von etwa 16 Prozent gegenüber 2021. Der Grund dafür sei eindeutig in der spürbaren Konsumzurückhaltung zu finden. Zudem müsse man den Rückgang vor dem Hintergrund vieler guter Geschäftsjahre in der jüngeren Vergangenheit sehen. So kratzte Skinfit 2017 an einem Umsatzvolumen von fast 20 Millionen Euro. Für heuer hofft Frei, dass Skinfit das Geschäftsvolumen des Vorjahres halten kann. „Die Situation ist für die Branche sicherlich nicht einfach. Bei den in vielen Lebensbereichen hohen Preisen ist es nicht verwunderlich, wenn die Leute bei der Sportbekleidung etwas weniger Geld ausgeben.“

Weniger Shops

Aktuell beschäftigt Skinfit rund 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Zentrale in Koblach und in den sieben selbst betriebenen Shops. Insgesamt gibt es in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie in Belgien derzeit 33 Skinfit-Shops. Die Anzahl der Shops habe man zuletzt etwas reduziert. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Qualität in der Beratung auch stimme, so Frei. Das Unternehmen gehört unverändert Gründer und Eigentümer Werner Battisti.

Günther Bitschnau/wpa