Digitale Plattform soll Eltern unterstützen

Junge Eltern können sich nun auch online informieren. Die neue digitale Plattform „bebi“ soll Fragen beantworten und Vorarlberger Eltern unterstützen.
Eltern möchten nach der Geburt meist alles richtig machen. Da kann die Flut an Infos und Broschüren mit sich widersprechenden Informationen teilweise verunsichern. Das kann junge Mütter und Väter mit mehr Fragen als Antworten zurücklassen. Dem soll eine neue Informationsplattform mit dem Namen „bebi“ entgegenwirken, wie es in einer Aussendung des Arbeitskreises für Vorsorge- und Sozialmedizin (aks) heißt. Dabei steht laut Harald Geiger, Gründer und ärztlicher Leiter des Netzwerks, das B für Baby, das E für Eltern, das B für Beratung und das I für Information. Dort sollen Eltern mit Kleinkindern in Vorarlberg Unterstützung finden.
Netzwerk hat sich bewährt. „Es war nun an der Zeit, die Informationen Eltern auch online zur Verfügung zu stellen“, erklärt Andrea Niemann, aks-Projektleiterin des bebi-Netzwerks, „denn Eltern sind heute oft am Handy auf Informationssuche.“
Bereits vor über zehn Jahren wurde das Netzwerk vom aks zum Thema „Plötzlicher Kindstod“ ins Leben gerufen. Auf Initiative der „aks gesundheit“ haben sich Vorarlberger Beratungseinrichtungen und die Fachgruppen der Gynäkologen sowie der Kinder- und Jugendfachärzte, zusammengeschlossen, um in enger fachlicher Abstimmung Empfehlungen für den Beratungsalltag zu entwickeln. Seither treffen sich die 17 Netzwerkpartner, von der Connexia Elternberatung, über die Krankenhäuser und die ÖGK bis zu den Vorarlberger Stillberaterinnen, um die aktuell wesentlichen Gesundheitsthemen rund um die Geburt und das erste Lebensjahr zu diskutieren. Ziel sei es, dass Eltern möglichst einheitliche Empfehlungen von Gesundheitsexperten in Vorarlberg erhalten. Insgesamt wurden zu sechs Themenbereichen Folder, Mappen und Poster für Eltern und Gesundheitsberufe erarbeitet: „Sicherer Schlaf“, „Beikost“, „Sichere Bindung“, „Stillen und Fläschchen“, „Sprechen Zahn und Schnuller“, und „Sicherheit“.
Neue Plattform. Nun gibt es auch eine Onlineversion, die Themen und Serviceleistungen weiter aufgebaut hat. Dies wurde in den vergangenen drei Jahren ausgearbeitet. „Der Inhalt leistet einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der Gesundheitskompetenz von Eltern, mit leicht verständlichen Informationen und Links zu Seiten, die wir aus Expertensicht empfehlen können“, so Niemann. Dabei gibt es auch einen neuen Service „Wohin in Vorarlberg“, der Eltern mit Kleinkindern wohnortnahe Kontakte zu Beratungsstellen zeigt. „Wir haben in einer eigenen Arbeitsgruppe eifrig recherchiert und diskutiert und die Inhalte auf zwölf Themenfelder erweitert“, schildert Isabella Bogoczek, Bereichsleitung Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Krankenhaus Dornbirn.
Kinder als Zukunft. Finanziert werden die Plattform und die Netzwerkpartner vom Land Vorarlberg. „Kinder sind unsere Zukunft und ihr gesundes Aufwachsen geht uns alle an“, betont Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher. Sie will zukünftig noch mehr Fokus auf Prävention legen: „Prävention ist ein Schlüssel, um gesund zu bleiben.“
Mit der neuen Webseite soll die Arbeit aber noch nicht abgeschlossen sein. Es gibt auch schon weitere Pläne. Weitere Themen sind bereits angedacht, wie zum Beispiel „Hausmittel für kranke Babys“ oder „Kleinkinderimpfungen“. Die Plattform ist unter www.bebi.or.at erreichbar.