Ein Klassiker am Seeufer

Zwischen alten Bäumen und dem Seeufer liegt ein Minigolfplatz von 1961, den Dursun Saskin seit diesem Frühjahr führt.
Welche Arbeiten stehen an, bevor die ersten Gäste kommen und der Platz öffnet?
Dursun Saskin: Der Tag beginnt immer mit der Reinigung der Anlage. Die Bahnen müssen sauber sein, Laub und Blütenstaub müssen weg, Kratzer und kleine Schäden bessern wir aus. Heute haben wir zum Beispiel drei Stunden gekehrt. Auch rund um die Anlage muss alles ordentlich sein. Erst wenn das passt, stellen wir Tafeln und Luftballons auf und sind bereit für die Gäste.
Welche Herausforderungen bringt der Betrieb eines Minigolfplatzes mit sich?
Saskin: Es ist viel Arbeit, aber es kommt darauf an, wie man es sieht. Manche würden sagen, es ist mühsam, jeden Tag alles sauber zu halten. Für mich gehört das dazu. Ich bin ein Allrounder, arbeite gerne und sehe das Ganze inzwischen als Berufung. Hier, mitten in der Natur, bin ich wahnsinnig gerne. So einen besonderen Platz führen zu dürfen, ist für mich eine einmalige Möglichkeit. Es ist ein schöner Arbeitsplatz.
Was macht den Platz für Besucher besonders?
Saskin: Unter Flutlicht Billard spielen zu können, kommt gut an. Wir haben zwei Billardtische. Dazu gibt es verpacktes Eis, kühle Getränke, guten Kaffee und neu auch Pinsas in verschiedenen Varianten. Und wer zum ersten Mal Minigolf spielt, bekommt von uns eine kurze Einführung und ein paar Tricks gezeigt.
Wie ist die Atmosphäre hier am Abend, wenn noch gespielt wird?
Saskin: Die Stimmung ist wirklich besonders. Wenn das Wetter passt, spielen die Leute oft bis Mitternacht. Unter dem Flutlicht wirkt der Platz fast ein bisschen retro und mit dem See daneben ist es am Abend richtig schön. Das wird sehr gut angenommen.
Hat sich in den letzten Jahren hier viel verändert?
Saskin: Nein, viel verändert hat sich hier nicht. Es bleibt die klassische 18‑Bahnen‑Anlage, wie man sie seit Jahrzehnten kennt. Die bis zu 125 Jahre alten Bäume sind geschützt, deshalb kann man kaum umbauen. Ihre großen Wurzeln ziehen sich durchs Gelände und gehören zum Charakter des Platzes. Das nostalgische Flair bleibt. Auch die Beleuchtung von 1961 bleibt und wird nur leicht modernisiert.