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Handgemacht für den guten Zweck

12.06.2026 • 14:00 Uhr
Handgemacht für den guten Zweck
Ein Mädelsabend weckte Julia Reschs Freude am Schmuckmachen.Hartinger

Handgemacht und mit Spendenzweck: Mit “Juloria Schmuck” wurde für Julia Resch (29) ein Hobby zum Herzensprojekt.

Wann haben Sie gemerkt, dass Schmuckmachen Ihr Ding ist?

Julia Resch: Das war komplett spontan. Ich hatte nie den Plan, Schmuck herzustellen, bis eine Freundin und ich einen gemütlichen Mädelsabend machten. Wir haben etwas getrunken, gequatscht und sie hatte die Idee, dass wir ja gemeinsam Schmuck machen können. Und plötzlich hat es mir so viel Freude gemacht, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte. Ich habe mir Material gekauft, ausprobiert, weitergemacht und irgendwann war klar, dass das etwas ist, das mich richtig erfüllt.

Wieso spenden Sie einen Teil Ihrer Einnahmen?

Resch: Mir war von Anfang an wichtig, dass ich nicht einfach nur verkaufe, um Profit zu machen. Das bin ich nicht. Ich wollte etwas Gutes damit verbinden. “Geben für Leben” war in meinem Leben immer präsent, schon seit der Berufsschule. Deshalb spende ich dorthin. Das kommt bei den Leuten auch sehr gut an. Für viele ist gar nicht entscheidend, wohin genau das Geld geht. Sie finden einfach den Gedanken schön, dass jedes Schmuckstück auch etwas Positives bewirkt.

Wie schaffen Sie das neben Ihrem Vollzeitjob und wäre Schmuckmachen irgendwann auch hauptberuflich ein Thema für Sie?

Resch: Ich arbeite Vollzeit bei der Raiffeisenbank und mache den Schmuck abends, manchmal ein bis zwei Stunden, manchmal bis zehn oder elf Uhr. Die Zeit vergeht schnell, weil es mir Spaß macht. Aber Vollzeit möchte ich es nicht machen. Ich will keinen Druck haben, verkaufen zu müssen. Es soll etwas bleiben, das ich mit Liebe mache, ohne Stress und wo ich meinen Ausgleich neben meiner Arbeit finde.

Was sind Ihre nächsten Schritte und welche Botschaft steckt hinter Ihren Schmuckstücken?

Resch: Ich möchte auf Märkte gehen, meinen Online-Shop weiter ausbauen und mehr Reichweite bekommen. “Schmuck & Friends” biete ich bereits an. Das sind kleine Treffen, bei denen man mit seinen Freundinnen zusammensitzt, etwas trinkt, plaudert und meinen Schmuck probieren kann. Also sowas wie eine gemütliche Schmuck-Party. Dafür kann man mich buchen. Mir ist wichtig, dass man spürt, wie viel Herz in jedem Stück steckt. Mein Leitspruch ist: “Mit Liebe gemacht, mit Herz gespendet”. Jedes Schmuckstück soll zeigen, dass es von Hand und mit viel Liebe entsteht.