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15 Jahre bei der Karrenseilbahn: Für Stefan Schwer ist kein Tag wie der andere

21.08.2026 • 15:00 Uhr
15 Jahre bei der Karrenseilbahn: Für Stefan Schwer ist kein Tag wie der andere
Stefan Schwer arbeitet seit 15 Jahren bei der Karrenseilbahn. stiplovsek

Stefan Schwer (58) arbeitet als Maschinist bei der Karrenseilbahn in Dornbirn. Durch den Ticketverkauf ist er in ständigem Kontakt mit Kunden.

Wie lange arbeiten Sie schon bei der Karrenseilbahn?
Stefan Schwer: Da muss ich selbst nachdenken (lacht). Ich arbeite schon seit 15 Jahren hier. Dazu gekommen bin ich, weil ich etwas völlig Neues zu meinem vorherigen Job ausprobieren wollte.

Ist der Arbeitsplatz für Sie nach wie vor besonders, oder gewöhnt man sich daran?
Schwer: Man gewöhnt sich nie daran. Man tut und erlebt hier wirklich jeden Tag etwas anderes, vor allem aber durch den Kundenkontakt ist kein Tag wie der andere.

Machen Sie auch negative Erfahrungen mit Kunden?
Schwer: Die gibt es natürlich auch. Solche Situationen müssen sofort geklärt werden, damit keine Missverständnisse entstehen. An konkrete Erlebnisse erinnere ich mich allerdings nicht zurück, für mich ist der gestrige Tag mit Anbruch des nächsten Tages abgeschlossen.

Was ist das Besondere an Ihrem Job?
Schwer: Dass wir in zwei Schichten arbeiten. Ich glaube, viele Menschen würden nicht erwarten, dass es bei Seilbahnen Schichtbetrieb gibt. Das ist eine der Besonderheiten, die wir bei der Karrenseilbahn haben, das gibt es sonst fast nirgendwo.

„Man gewöhnt sich nie daran. Man tut und erlebt hier wirklich jeden Tag etwas anderes, vor allem aber durch den Kundenkontakt ist kein Tag wie der andere.“

Stefan Schwer über seinen abwechslungsreichen Arbeitsalltag

Welche Veränderungen sind seit dem Vorfall letztes Jahr spürbar und welche Maßnahmen wurden seitdem getroffen?
Schwer: Wir achten seitdem verstärkt auf die Bahn und das Wetter, das waren die behördlichen Aufforderungen. Bei den Gästen merkt man schon, dass sie verstärkt nachfragen, ob denn wirklich alles sicher sei. Wir können sie aber immer beruhigen, die Seilbahnen werden jeden Tag kontrolliert. Wenn man mit dem Bus fährt, ist die Situation ähnlich. Hier muss man sich auch auf die Person verlassen, die den Bus lenkt. Es ist keine Angst mehr spürbar, ich habe auch keine mehr.

Waren Sie an dem Tag im Dienst?
Schwer: Ich war von Anfang an dabei. Es war auf jeden Fall eine Stresssituation, aber ich würde immer wieder gleich handeln. Es war ein reiner Unfall, man hätte im Vorfeld nicht ahnen können, dass so etwas passiert.

Hannah Swozilek