International

Nehammer und Macron diskutieren über Ukraine-Krieg

04.04.2024 • 16:07 Uhr
French President Emmanuel Macron, right, welcomes Austria's Chancellor Karl Nehammer before a meeting at the Elysee Palace in Paris, Thursday, April 4, 2024. (AP Photo/Thibault Camus)
Der französische Präsident Emmanuel Macron (re.) begrüßt den österreichischen Bundeskanzler Karl Nehammer (li.) vor einem Treffen im Elysee-Palast in Paris. AP/ Thibault Camus

Die beiden Politiker fokussieren sich bei ihrem ersten Arbeitsbesuch auf die geopolitische Lage und die Vorbereitung des EU-Gipfels im April.

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat am Donnerstag seinen ersten bilateralen Arbeitsbesuch in Frankreich absolviert. Am frühen Nachmittag wurde er von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Elysée-Palast in der Pariser Innenstadt empfangen. In gemeinsamen Pressestatements betonten sowohl Macron als auch Nehammer die ausgezeichneten Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Nehammer fordert neue Strategie

Bei dem anschließenden Arbeitsgespräch unter vier Augen sollen die geopolitische Lage und aktuelle Themen im Vorfeld des EU-Gipfels Mitte April besprochen werden.

Hinsichtlich des Ukraine-Kriegs will Nehammer auch andere Staaten mit ins Boot holen, erklärte er im Vorfeld des Treffens gegenüber österreichischen Journalisten und nannte erneut die BRICS-Staaten als wichtige Partner. „Wir befinden uns in einer westeuropäischen Echokammer“, so Nehammer. Man sei sich schnell einig, welche Zukunft man für den Ukraine-Konflikt sehe – „aber wir haben dabei niemanden an unserer Seite“. Die EU brauche eine neue Strategie, forderte er. Deshalb wolle er sich auch bei Macron über seine Südamerika-Reise erkundigen, ließ Nehammer wissen.

ABD0111_20240404 - PARIS - FRANKREICH: Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag, 4. April 2024, anl. eines offiziellen Treffens im Elysee-Palast in Paris. - FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER
Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron diskutieren über die geopolitische Lage. APA/HELMUT FOHRINGER

Einigkeit bei strategischer Ausrichtung

Der Kanzler betonte, dass er jegliche militärische Eskalation in der Ukraine verhindern wolle und sprach sich erneut gegen die Entsendung von Bodentruppen aus, die Macron im Rahmen des Ukraine-Sondergipfels Ende Februar ins Spiel brachte.

Mehr Übereinstimmung zwischen Frankreich und Österreich gibt es bei der strategischen Ausrichtung der EU – ihre Ziele und Prioritäten der kommenden fünf Jahre – geben, um die es vordergründig beim EU-Gipfel am 17. und 18. April gehen wird.