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Er ist der Meister der Eisfläche

HEUTE • 11:20 Uhr
Er ist der Meister der Eisfläche
Thomas Giglmaier mit seiner Eismaschine die mehrmals am Tag zum Einsatz kommt. Stiplovsek

Thomas Giglmaier (57) aus Feldkirch arbeitet als Eismann in der Vorarlberghalle und sorgt täglich für perfekte Eisflächen.

Wie sieht ein Arbeitstag bei Ihnen aus?

Thomas Giglmaier: Der Tag beginnt bei mir um acht Uhr in der Früh mit der ersten Eisaufbereitung. Zwischen den einzelnen Einheiten wird das Eis immer wieder neu aufbereitet, zum Beispiel vor Trainings der Eishockeymannschaften oder der Eistänzer. Am Nachmittag gibt es noch einen Publikumslauf. Insgesamt bin ich oft bis etwa Viertel vor zwölf nachts in der Halle. Dazwischen bin ich eigentlich durchgehend vor Ort, nicht nur fürs Eis, sondern auch für die gesamte Hauswartung und kleinere Reparaturen. An Spieltagen ist der Aufwand besonders groß, denn da wird das Eis zwischen 16 und 18 Mal am Tag neu aufbereitet.

Was machen Sie im Sommer?

Giglmaier: Im Sommer ist natürlich kein Eisbetrieb, da stehen vor allem Wartungsarbeiten an. Da gehen wir die ganze Anlage durch von der Kälteanlage über die Heizung bis zur Lüftung. Das passiert eigentlich täglich, alles wird kontrolliert und instand gehalten. Wenn irgendwo etwas kaputt ist, kümmern wir uns gleich darum. Das kann eine Reparatur in der Kabine sein, ein Zylinder- oder Schlösserwechsel oder auch Kleinigkeiten wie das Austauschen von Duschköpfen. Im Sommer ist einfach Zeit für alles, was während der Saison liegen bleibt.

Wie funktioniert eine Eismaschine?

Giglmaier: Zuerst werden die Späne abgehobelt, dann kommt das Wasser drauf. Wichtig ist dabei, dass die Messer richtig eingestellt sind. Die Wassermenge passe ich immer an die Temperatur an. Ist es kälter, nehme ich mehr Wasser, ist es wärmer, entsprechend weniger. Dabei spielen auch die Eistiefe und -höhe eine wichtige Rolle. Wenn ich mit 100 Prozent fahre, brauche ich rund 1200 Liter Wasser für eine Fahrt. Bei einem Match sind es nur etwa 700 Liter, weil wir da weniger Zeit haben, meistens nur rund zehn Minuten.

Beeinflusst das Wetter die Eisqualität?

Giglmaier: Das Wetter merkt man schon ein bisschen. Besonders bei großer Hitze, Regen oder bei starkem Nebel. Aber insgesamt ist das Eis gut zu kontrollieren. Mit der richtigen Einstellung von Kühlung, Wasser und Maschine kann die Eisqualität konstant gehalten werden, selbst wenn draußen ganz andere Bedingungen herrschen. Langfristig hat das Wetter daher keinen großen Einfluss auf die Eisqualität. Trotzdem ist regelmäßige Kontrolle wichtig.