Geschützte Objekte im Vorarlberg Atlas erfasst

Sämtliche denkmalgeschützte Objekte in Vorarlberg sind ab sofort im Vorarlberg Atlas erfasst und so online abrufbar.
Das Projekt wurde von der Raumplanungsabteilung des Landes in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt umgesetzt. Vorarlberg ist das erste Bundesland, in dem sämtliche denkmalgeschützten Objekte erfasst sind. Man sei „wieder einmal Modellregion“, zeigte sich Landesrat Tittler erfreut. Nach den archäologischen Denkmälern und Fundzonen sind nun auch alle Baudenkmäler, insgesamt 1650 Objekte, erfasst.
Praktisch für Bauplanungen
Unter www.vorarlberg.at/atlas (Thema Planung & Kataster, Rubrik Landschaft und Siedlung) können nun beispielsweise bei Bau- und Widmungsverfahren auf den ersten Blick die unter Schutz stehende Denkmale erkannt und aufwendiges Nachfragen vermieden werden. Die Visualisierung kann auch bei Fragen des Ortbildschutzes oder einfach für interessierte Bürger und Bürgerinnen hilfreich sein.
Der Vorarlberg Atlas wird laufend aktualisiert, da jährlich weitere Denkmäler hinzukommen. Der Präsident des Bundesdenkmalamtes Christoph Bazil, Verwaltungsdirektor Heinz Schödl und die Leiterin der Abteilung Vorarlberg, Barbara Keiler, trafen sich mit Landesrat Tittler zu einem Gespräch in dessen Büro.
Das Bundesdenkmalamt hat die Aufgabe, das kulturelle Erbe Österreichs zu erhalten, dieses dafür zu erforschen, zu schützen und zu pflegen. Das Denkmalschutzgesetz ermöglicht es, aus der Masse der überlieferten historischen Objekte jene auszuwählen, die als ein unverzichtbarer Teil des gemeinsamen kulturellen Erbes für die Zukunft bewahrt und daher unter Denkmalschutz gestellt werden sollen.
Besonders prägend für die Identität eines Ortes sind sogenannte Ensembles. Als größtes ist hier die Altstadt von Feldkirch mit über 200 Objekten zu nennen; zudem stehen auch der Ortskern von Bildstein, die Bregenzer Oberstadt oder der Dorfkern von Schwarzenberg sowie große Teile der Hohenemser Innenstadt unter Ensembleschutz. Etwa ein Drittel aller Denkmäler im Land ist im Besitz der Kirche, ein weiteres Drittel gehört der öffentlichen Hand und der Rest ist privat.