Schulkinder in Angst und Schrecken versetzt

16-jähriger Burgenländer kündigte Amoklauf an Mittelschule Dornbirn-Haselstauden an. Er wurde rasch ausgeforscht.
Der verstörende Anruf vom anderen Ende Österreichs ging um 9.45 Uhr ein. Schulleiter Wilfried Ender verständigte sofort die Polizei und leitete erste Schutzmaßnahmen ein. Die Exekutive sicherte mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften das Gebäude und sperrte den Bereich großräumig ab. Die Schüler blieben unter Bewachung des Einsatzkommandos Cobra in den Klassen, während die Schule durchsucht wurde. Etwas Verdächtiges wurde dabei nicht entdeckt. „Es hat zu keiner Zeit Gefahr bestanden“, teilte Polizeisprecher Rainer Fitz mit.

Kinder wurden zu Sammelstelle gebracht
Gegen Mittag konnten die Kinder das Gebäude klassenweise verlassen. Die rund 330 Schüler wurden mit Bussen zu einer Sammelstelle am Sportplatz Haselstauden gebracht, wo sie ihren besorgt wartenden Eltern übergeben wurden. Der Anrufer konnte rasch ausgeforscht werden. Laut Polizei hat der 16-jährige Bursche bereits gestanden. Hintergründe und Motiv seien derzeit noch unklar, weitere Ermittlungen im Burgenland laufen. Nach Abschluss der Erhebungen wird der Verdächtige an die Staatsanwaltschaft angezeigt. Es droht ihm eine saftige Strafe, außerdem muss er wohl die Kosten des Polizeieinsatzes tragen.

“Äußerst belastend”
Der Einsatz sei für die Kinder, die sich zunächst in den Klassen einsperren und anschließend evakuiert werden mussten, „emotional äußerst belastend“ gewesen, berichtete Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, die den Einsatz vor Ort begleitete.

Das Kriseninterventionsteam (KIT) übernahm die psychologische Betreuung der Eltern und Schüler. Die Familien können sich auch noch am Wochenende an das KIT wenden (Tel.: 144) Ab Montag 8:30 Uhr wird die Schule eine Betreuung durch den schulpsychologischen Dienst in der Schule vor Ort anbieten. Auch die Lehrer:innen werden den Vorfall mit Ihren Kindern besprechen und dabei mithelfen, das Erlebte besser zu verarbeiten.

„Gemeinsam haben wir heute einen für alle schwierigen und emotional angespannten Vormittag erlebt. Wir sind froh, dass nichts passiert ist”, so Kaufmann. ” Die Bürgermeisterin bedankte sichfür das schnelle und professionelle Eingreifen der Einsatzkräfte.