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Nach Betrugsvorwurf erneut vor Gericht

15.07.2026 • 17:09 Uhr
Nach Betrugsvorwurf erneut vor Gericht
Der Angeklagte muss sich erneut vor Gericht verantworten. Frick

Nach erstmaliger Verhandlung im November wird ein Prozess wiederaufgenommen. Der Vorwurf: Schwerer Betrug.

Der 33-jährige Angeklagte nahm im November ein Diversionsangebot an. Damit gehen allerdings auch Verpflichtungen einher. Das Angebot umfasste eine Zahlung an das Gericht und eine Schadenswiedergutmachung innerhalb von sechs Monaten. Diese Frist hielt er nicht ein. Nun sitzt er ein weiteres Mal auf der Anklagebank.

Ungefähr Hälfte bezahlt

Den Geldbetrag von 600 Euro an das Gericht habe der Angeklagte bezahlt. Doch der entstandene Schaden bei einem Unternehmen sei noch ungefähr zur Hälfte offen. Laut dem 33-Jährigen sind das noch über 6000 Euro.

Vorangegangen sei ein Betrugsdelikt. Bei einer Bank soll der Angeklagte gefälschte Gehaltsbestätigungen vorgelegt haben. Hierdurch habe er einen Kredit im fünfstelligen Bereich erhalten. Der Bank sei dadurch ein Schaden entstanden.

Keine Antwort erhalten

Der Angeklagte erklärt, dass er einen Dauerauftrag eingerichtet und die Bank kontaktiert habe. Dieser habe er die Situation hinsichtlich seines Strafverfahrens dargelegt. In diesem Schreiben habe er auch angeführt, dass ihm ein Urteil droht. Von Seiten der Bank habe er keine Antwort erhalten.

Neben diesen finanziellen Verpflichtungen habe er zudem Sorgepflichten und noch einen Vertrag abbezahlen müssen. Von jenem Vertrag erfährt das Gericht erst beim zweiten Verhandlungstermin. Sowohl Richterin Lea Gabriel als auch Staatsanwältin Lisa Pfeifer fragen den Angeklagten, warum er diese Zahlungsverpflichtung nicht früher erwähnt habe. Er sieht ein, dass dies ein Fehler war.

Nichtsdestotrotz zeigt sich der 33-Jährige weiterhin bereit, seine Schulden bei der Bank zu bezahlen. Die Richterin fragt, bis wann der Mann den Rest bezahlen könnte. Sie weist auch darauf hin, dass bei neuerlicher Gewährung einer Diversion, die Frist wieder sechs Monate beträgt.

“Dann muss ich das schaffen”, antwortet er. Das Gericht gewährt nochmals eine Chance in Form einer Diversion von 700 Euro, wobei die Differenz zur letzten zu bezahlen ist. Die Richterin ermahnt nochmals, die Schulden bei der Bank möglichst schnell zu begleichen.