Zeugen aus Südafrika: Nächstes Kapitel um “falschen Zahnarzt”

Die Saga um einen angeblich falschen Zahnarzt geht in die nächste Runde. Sieben Jahre soll er ordiniert haben. Zahlreiche Klagen gingen dem aktuellen Strafverfahren voran.
Zwei Millionen Euro Schulden haben sich laut Angaben des 54-jährigen Angeklagten durch die Verfahren gegen ihn bereits angehäuft. Er sieht sich jedoch einer Verfolgung ausgesetzt, deren Anführer die Zahnärztekammer sei.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann insgesamt 17 Fehlbehandlungen vor. Darüber hinaus habe er versucht, Richter zu täuschen, damit Patienten auf Kosten sitzen bleiben. Eine gefälschte Urkunde weise ihn als Zahnarzt aus, obwohl er nur Zahntechniker sei. Jene Urkunde stand Ende April im Zentrum des Prozesses.
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Sieben Zeugen beantragt
Die Urkunde sei 1996 ausgestellt worden, von einer südafrikanischen Universität, die nicht mehr existiere. Von Seiten des Angeklagten heißt es, diese sei mit einer anderen Universität zusammengelegt worden. Ein Zeuge bestätigte damals die Geschichte des 54-Jährigen, während dieser bei der fraglichen Bildungseinrichtung nicht im System aufscheine.
Schließlich wurden sieben weitere Zeugen, teils aus Südafrika, beantragt. Das Schöffengericht unter dem Vorsitz von Alexander Wehinger vertagte den Prozess.
Am heutigen Donnerstag wird die Verhandlung fortgesetzt. Diese soll von 13.30 Uhr bis 18 Uhr dauern. Die NEUE berichtet aus dem Gerichtssaal.