AK stemmt sich gegen Teilzeit-“Bashing”

24.04.2026 • 10:51 Uhr
AK stemmt sich gegen Teilzeit-"Bashing"

In Österreich arbeiten laut Arbeiterkammer 1,4 Millionen Menschen Teilzeit – aus vielen unterschiedlichen Gründen. Die AK stemmt sich gegen Teilzeit-“Bashing” und wünscht sich fairere Arbeitsbedingungen. Konkret fordert sie bei regelmäßiger Mehrarbeit einen Rechtsanspruch auf Stundenaufstockung sowie 50 statt 25 Prozent Zuschlag – und das ab der ersten Stunde Mehrarbeit, hieß es am Freitag in einer Aussendung. Eine Petition für faire Teilzeit wurde nun gestartet.

Zahlreiche Unternehmen suchen laut AK auch gezielt nach Teilzeitkräften – vor allem im Einzelhandel, in der Reinigungsbranche, in der Aus- und Weiterbildung sowie in der Pflege. Hier herrsche “rege Nachfrage durch viele Betriebe”. Das geht den Angaben zufolge aus einer aktuellen Stichprobe des Marktforschungsunternehmens Media Affairs vom März 2026 hervor, die auf vier Jobportalen – karriere.at, willhaben.at, jobs.at und ams.or.at – durchgeführt wurde.

Vollzeitjobs dominierten demnach wiederum im Bau- und Baunebengewerbe, in der Elektronik- und Elektrotechnikbranche, im Bereich Handwerk und Montage sowie in der Produktion.

Nicht immer freiwillig

Nicht immer arbeiten die Beschäftigten laut AK freiwillig Teilzeit. Viele leisteten regelmäßig Mehrarbeit. Für diesen Fall fordert die Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nun den Rechtsanspruch auf Stundenaufstockung und gleiche Zuschläge wie bei Vollzeit.

“Das wäre nur gerecht”, betonte AK-Präsidentin Renate Anderl auch in Richtung Arbeitgebervertretung. “Ich fordere die Wirtschaftskammer auf, darüber mit uns in Verhandlungen zu treten.” Die Petition für faire Arbeit ist im Internet unter mitmachen.ak.at zu finden.