Drogenhändler nach umfangreichen Ermittlungen festgenommen

Nach umfangreichen Ermittlungen ist Beamten des Landeskriminalamtes Wien ein Schlag gegen eine international agierende Drogengruppe gelungen. Ein 30-jähriger Bosnier steht im Verdacht, im großen Stil mit Suchtmitteln gehandelt und einer kriminellen Vereinigung angehört zu haben. Der Mann wurde aufgrund einer internationalen Festnahmeanordnung in Ungarn festgenommen und Anfang Mai nach Österreich überstellt, teilte die Wiener Polizei in einer Aussendung am Dienstag mit.
Den Ermittlern zufolge soll der Verdächtige einer organisierten Tätergruppe aus dem Westbalkan angehören, die verschlüsselte Krypto-Handys zur Koordination von Drogenhandel und Geldwäsche über Ländergrenzen hinweg verwendet haben soll. Die Ermittlungen erfolgten einmal mehr im Rahmen der “Operation Achilles”.
Dem 30-Jährigen konnten laut Polizei unter anderem der Verkauf von 1,45 Kilogramm Kokain, der Besitz von 42 Kilogramm Kokain sowie das Anbieten weiterer elf Kilogramm Kokain und Amphetamin (“Speed”) nachgewiesen werden. Zudem soll er 15 Kilogramm Cannabiskraut besessen und rund 3,45 Kilogramm davon verkauft haben. Darüber hinaus werfen ihm die Ermittler die Übergabe von 96.650 Euro an bisher unbekannte Personen sowie die Übernahme von 430.000 Euro Bargeld von einem Drogenabnehmer vor.
30-Jähriger verweigert Aussage
Am 6. Mai wurde der 30-Jährige nach Österreich gebracht. Er verweigert bisher die Aussage. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt eingeliefert.
Im Zuge der Ermittlungen stellte sich zudem ein Zusammenhang zu einem bereits im Jahr 2024 festgenommenen und mittlerweile zu sieben Jahren Haft verurteilten Österreicher heraus. Der damals 37-Jährige war aufgrund eines internationalen Haftbefehls in Barcelona festgenommen worden. Ihm wird der Verkauf von insgesamt 55 Kilogramm Kokain im Wert von rund zwei Millionen Euro vorgeworfen. Nach Angaben der Ermittler soll auch er der nun ins Visier geratenen Tätergruppe angehört haben.
Den Ermittlungen zufolge soll der nun festgenommene Bosnier bereits vor der Festnahme des Österreichers Drogengelder für den Österreicher übernommen haben. Die Kriminalisten gehen daher von einer engen Verbindung zwischen den beiden Verdächtigen aus. Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum Ost, ermittelt noch gegen weitere Mittäter.