Feuerwehrmann bei Waldbränden auf Sizilien gestorben
Eine Hitzewelle mit Temperaturen von teils deutlich über 40 Grad und zahlreiche Waldbrände haben weite Teile Italiens am Donnerstag weiter in Atem gehalten. Besonders kritisch war die Lage auf Sizilien. Dort starb ein Feuerwehrmann während eines Löscheinsatzes vermutlich infolge eines medizinischen Notfalls. Der 59-Jährige brach nach Behördenangaben bei den Arbeiten an einem Großbrand in San Cataldo in der Provinz Caltanissetta zusammen.
Ein weiterer Feuerwehrmann musste wegen gesundheitlicher Beschwerden in ein Krankenhaus gebracht werden. Seit Tagen kämpfen Feuerwehr, Forstbehörden, Zivilschutz und Löschflugzeuge gegen zahlreiche Brände auf Sizilien. Auch aus Kalabrien, Molise, Sardinien, Apulien, Umbrien und der Toskana wurden größere Feuer und erhebliche Beeinträchtigungen gemeldet.
Starker Schirokko-Wind verschärft Lage
Starker Schirokko-Wind verschärfte die Lage. Nach offiziellen Angaben wurden in Noto in der Provinz Syrakus am Dienstag 46 Grad gemessen. In Palermo und im Inselinneren lagen die Temperaturen in den vergangenen Tagen stellenweise noch höher. Die Hitze führte zudem zu Stromausfällen, weil die Netze überlastet waren.
In Santo Stefano Quisquina in der Provinz Agrigent wurden mehr als 100 Menschen vorsorglich evakuiert, nachdem sich ein Waldbrand bis an den Ortsrand ausgebreitet hatte. Aus Sicherheitsgründen wurden zudem 22 Patienten aus einer Klinik in andere Krankenhäuser verlegt. Auch in der benachbarten Gemeinde Bivona flammten neue Feuer auf.
Die Umweltorganisation Legambiente Sicilia sprach von einer Notlage und forderte den Einsatz der Armee zur Unterstützung der Brandbekämpfung und zum Schutz gefährdeter Gebiete. Nach Ansicht der Organisation sollen dadurch auch mutmaßliche Brandstifter abgeschreckt werden.