Hitze für Gastro-Obmann kein Grund für Schwarzmalerei

Die extreme Hitzephase macht wie einigen anderen Branchen auch der Gastronomie zu schaffen. Gerade mittags und am frühen Nachmittag bleiben viele Tische leer, der Konsum außer Haus ist verhalten. Für den Gastro-Obmann in der Wirtschaftskammer (WKÖ), Alois Rainer, ist dies aber kein Grund, den “Teufel an die Wand zu malen”, sagte er am Mittwoch zur APA. “Es gibt immer wieder findige Unternehmer, die gute Konzepte gegen Extremtemperaturen und andere Trends entwickeln.”
Freilich sei die Lage für die Betriebe aktuell nicht angenehm, zumal ausbleibende Umsätze über den Tag kaum am Abend kompensiert werden könnten. Konsumzurückhaltung bzw. weniger Gäste im Hochsommer oder der generell geringere Alkoholkonsum seien aber keine neuen Phänomene, hielt der Wirtschaftskämmerer und Gastronom fest.
Auch dass die wirtschaftliche Belastung heuer bei den Rekordtemperaturen in vielen Regionen schlimmer als in früheren Jahren ausfällt, könne man “pauschal nicht sagen”. Aus Gastro-Sicht gehe es da auch um die Frage, welche Art von Betrieb und wo dieser geführt werde. “An Badeseen zum Beispiel machen wir gerade ein Bombengeschäft.”
Siesta wegen Hitze möglicherweise kontraproduktiv
Eine Anpassung der Öffnungszeiten bzw. eine Siesta in der Gastro, wie diese vereinzelte Betriebe schon haben, empfiehlt Rainer grundsätzlich nicht. Ob das zweckmäßig sei, komme stark auf die Rahmenbedingungen des jeweiligen Lokals an. “Da kommen die Kundschaften, die es gewohnt sind, dass man zu bestimmten Zeiten offen hat, und dann stehen sie vor verschlossenen Türen. Am Ende des Tages ist das vielleicht sogar kontraproduktiv”, so Fachverbandsobmann Rainer. Das Personal für die schwächer bzw. stärker frequentierten Zeiten umzuplanen, mache, wenn möglich, aber jedenfalls Sinn.