Inflation lag im Februar bei 2,2 Prozent
Die Inflation in Österreich hat sich im Februar leicht verstärkt. Im Vorjahresvergleich legte sie auf 2,2 Prozent zu, nachdem sich der Preisauftrieb im Jänner mit einer Rate von 2,0 Prozent gegenüber Dezember deutlich abgeschwächt hatte. Die Schnellschätzung der Statistik Austria für Februar wurde damit exakt bestätigt. Stärkster Preistreiber war einmal mehr der Dienstleistungssektor, allerdings dämpften auch Haushaltsenergie und Treibstoffe die Teuerung weniger als zuvor.
Vor allem in der Gastronomie und Hotellerie wurde es teurer, die Preise wuchsen durchschnittlich um 5,1 Prozent, womit sie die Inflation im Jahresvergleich am stärksten erhöhten. Die Teuerung für Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe fiel mit plus 1,5 Prozent ebenso höher aus als im Jänner (plus 1,1 Prozent). Dazu trugen die Preise für Haushaltsenergie erheblich bei, die im Februar mit minus 3,3 Prozent weniger stark zurückgingen als im Jänner (minus 3,9 Prozent). Am stärksten verringerte sich das Minus bei Heizöl (Februar: minus 7,2 Prozent, Jänner: minus 9,4 Prozent). Auch Strom verbilligte sich weniger stark (Februar: minus 7,6 Prozent, Jänner: minus 8,2 Prozent), wobei hier die ab Jänner 2026 wirksamen Reduzierungen der Elektrizitätsabgabe sowie des Erneuerbaren-Förderbeitrags weiterhin preisdämpfend wirkten.
Lebensmittelpreise stiegen über der Gesamtinflation
Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stiegen durchschnittlich um 2,4 Prozent und damit etwas weniger kräftig als im Jänner (plus 2,6 Prozent). Allerdings lag die Teuerung in diesem Bereich weiter über der Gesamtinflation, Kaffee verteuerte sich im Jahresvergleich besonders stark (plus 11,6 Prozent). Nennenswerte Erhöhungen gab es darüber hinaus bei Fertiggerichten (plus 3,4 Prozent) und Obst (plus 2,5 Prozent). Abgesehen von Lebensmitteln kletterten die Preise für Tabakwaren mit einem Plus von 8,8 Prozent deutlich nach oben.
Bei den Treibstoffen verzeichneten die Statistiker gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 5,1 Prozent, nach minus 6,5 Prozent im Jänner. Freilich sind die starken Steigerungen an den Zapfsäulen durch den Iran-Krieg im März hier noch nicht abgebildet. Die Regierung will unter anderem mit einer leichten Senkung der Mineralölsteuer gegenwirken, gab sie am Mittwoch bekannt. Laut Wifo-Inflationsexperte Josef Baumgartner dürfte die Inflation im März aufgrund verteuerter Mineralölprodukte um 0,6 Prozentpunkte ansteigen, die Ökonomen der Bank Austria gehen ebenso von Inflationswerten im Bereich von 3 Prozent aus, sollte der Krieg andauern.
Von Jänner 2026 auf Februar 2026 stieg das Preisniveau im Schnitt um 0,8 Prozent. Die Inflationsrate nach dem harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), der Vergleiche mit anderen Ländern der Eurozone zulässt, erhöhte sich im Februar um 2,3 Prozent.
Reaktionen
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) sieht die Bestätigung der Inflationsrate durch die Statistik Austria als Ergebnis der Regierungsmaßnahmen. Außerdem zeige der Wert, dass sich das “Preisumfeld insgesamt stabilisiert hat”. Ähnlich sieht das ÖGB-Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth: “Ein erfreuliches Signal, das wir ausdrücklich begrüßen. Mit der Mietpreisbremse, der Senkung der Energieabgaben und leistbaren Stromtarifen hat die Regierung wichtige Maßnahmen gesetzt.”