Inflation verharrte im Oktober bei 3,6 Prozent
Die Teuerung ist im Oktober stabil geblieben. Der Preisauftrieb lag bei 3,6 Prozent und damit auf dem gleichen Niveau wie im September, zeigt die Schnellschätzung der Statistik Austria am Mittwoch. Der wichtigste Inflationstreiber war demnach erneut der Dienstleistungsbereich mit einer Teuerung von 4,1 Prozent. Der Preisauftrieb für Energie lag bei 16,5 Prozent. Zum Vormonat September legten die Preise um 0,3 Prozent zu.
“Trotz der ab 1. Oktober erweiterten Spritpreisbremse und des dadurch geringeren Preisanstiegs bei Treibstoffen lag die Teuerung für Energie bei 16,5 Prozent”, sagte die fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria, Manuela Lenk laut Aussendung. Die Preise für Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol seien im Oktober im Jahresvergleich unverändert geblieben, nach einem Anstieg von 0,8 Prozent im September. Industriegüter verteuerten sich im Oktober um 0,9 Prozent.
Der für Eurozonen-Vergleiche ermittelte harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) lag laut Schnellschätzung im Oktober bei 3,5 Prozent, nach 3,6 Prozent im September.
ÖGB für weitere Entlastungsmaßnahmen
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) kritisierte vor diesem Hintergrund in einer Aussendung hohe Gewinne bei Banken und dem teilstaatlichen Erdöl- und Gaskonzern OMV. Die Inflationsrate zeige, dass weitere Entlastungsmaßnahmen notwendig seien. Die Interessensvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fordert Nachschärfung bei der Margenbegrenzung im Rahmen der Spritpreisbremse und deren Ausweitung auf Heizöl. Weiters will der ÖGB Maßnahmen gegen die Teuerung bei Gas und Pellets, eine Erhöhung der Bankenabgabe, eine Aussetzung der Indexierung bei Banken- und Versicherungsgebühren und Nachbesserungen bei der Mietpreisbremse.