Kein Ermittlungsverfahren gegen ORF-Stiftungsrat Lederer

Gegen ORF-Stiftungsratsvorsitzenden Heinz Lederer und dessen einstigen Stellvertreter Gregor Schütze wird kein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Wien sah nach Prüfung einer von Autor und Journalisten Harald Raffer wegen des Verdachts der schweren Untreue eingebrachten Sachverhaltsdarstellung von der Einleitung eines Verfahrens ab, berichtete der “Standard” und bestätigte Lederers Anwalt Dieter Heine am Freitag der APA.
Raffer sah mögliche Unvereinbarkeiten von Lederers und Schützes Jobs in der PR-Branche und ihrer Tätigkeit als ORF-Stiftungsräte. “Es ist geradezu hanebüchen, was Heinz Lederer hier vorgeworfen worden ist”, hielt Heine fest. Es sei eine “Fantasiegeschichte” an die Staatsanwaltschaft und an Medien gespielt worden. Das Renommee Lederers sollte in den Graben getreten werden. “Er hat sich überhaupt nichts zuschulden kommen lassen”, sagte Heine. Man überlege nun, rechtliche Schritte gegen Raffer einzuleiten.
Parallel ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien gegen Lederer wegen des Anfangsverdachts der Nötigung. Laut einem Bericht der “Kronen Zeitung” aus August drehen sich die Ermittlungen um ein Telefonat zwischen Lederer und dem damaligen ORF-Chef Roland Weißmann. Heine geht auch hier von einer Einstellung aus. Denn: “Es ist nichts dran.”