Kind erwischt Drogen vom Vater: 23-Jähriger verurteilt

12.06.2026 • 15:16 Uhr
Kind erwischt Drogen vom Vater: 23-Jähriger verurteilt

Ein bisher unbescholtener 23-Jähriger ist am Freitag wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt worden, weil er nach einer durchzechten Nacht Drogen in seinem Zimmer herumliegen gelassen und nicht sicher vor seiner 19 Monate alten Tochter verwahrt hatte. Das Kind erwischte das Suchtgift und wurde mit einem Drogencocktail im Blut ins Spital eingeliefert. Der junge Mann erhielt – nicht rechtskräftig – fünf Monate bedingt.

Der Jungvater aus Floridsdorf feierte ausgiebig mit Freunden in der Nacht auf den 23. Juni 2025 am Donauinselfest. Sein Kind blieb unterdessen bei seinen Eltern. Als er mit einer Freundin gegen 1.00 Uhr nach Hause kam, legten sich die beiden sofort in das Zimmer, wo auch das Kind schlief.

Kind schrie und krampfte

In der Früh erwachte der 23-Jährige und bemerkte, dass das Kind schrie und krampfte. Im Spital wurd festgestellt, dass das Mädchen einen Cocktail von u.a. Amphetaminen, Methamphetaminen, MDMA und Paracetamol intus hatte. “Woher hatte sie das? Das wird sie sich ja nicht auf der Straße gekauft haben”, fragte der Richter. “Ich weiß es nicht”, sagte der Angeklagte auf fast jede Frage. Er habe geschlafen, er könne sich nicht erinnern.

Er nehme keine Drogen, nur früher ein bisschen Cannabis. An dem Abend habe er nur Alkohol konsumiert. Er könne sich vorstellen, dass seine Freundin die Drogen in ihrer Tasche hatte, die neben dem Kinderbett stand. Die gerichtsmedizinische Gutachterin wies jedoch darauf hin, dass auch bei dem 23-Jährigen Drogen im Blut festgestellt wurden. “Im Idealfall hat man sowas gar nicht daheim”, meinte der Richter.

Beschuldigter nicht anwaltlich vertreten

“Es besteht kein Zweifel, dass Sie verantwortlich sind und sich nun auf die Freundin rausreden”, sagte der Richter. Da der 23-Jährige nicht anwaltlich vertreten war, war das Urteil nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf Rechtsmittel.