Meloni äußert Solidarität mit in Mailand angegriffenem Rabbiner

17.09.2026 • 07:58 Uhr

Nach dem Angriff auf einen Rabbiner in Mailand hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ihre Solidarität mit dem Geistlichen und der jüdischen Gemeinde bekundet. “Ein feiger und inakzeptabler Vorfall, den ich auf das Schärfste verurteile”, erklärte Meloni. Antisemitischer Hass dürfe in Italien “in keiner Form toleriert werden”. Man werde ihn weiterhin entschlossen bekämpfen.

Der 60 Jahre alte Rabbiner war beim Warten auf einen Bus von drei Männern angegriffen und verletzt worden. Nach Angaben des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Mailand, Walker Meghnagi, wurde der Geistliche getreten und geschlagen. Die Angreifer hätten ihm zudem den Hut vom Kopf gerissen und ihn angespuckt. Anschließend seien sie geflüchtet.

Rabbiner machte Fotos mutmaßlicher Täter

Der Rabbiner erstattete Anzeige. Nach dem Angriff soll er Fotos der mutmaßlichen Täter gemacht haben. Anhand der Aufnahmen konnten die drei Männer nach ersten Erkenntnissen der Polizei identifiziert werden. Festnahmen gab es zunächst nicht. Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen des Angriffs.

Nach ersten Erkenntnissen sollen die drei Verdächtigen arabischer Herkunft sein. Ob der Angriff tatsächlich antisemitisch motiviert war, ist Gegenstand der Ermittlungen. Der Vorfall wurde über die Parteigrenzen hinweg verurteilt.