Schultz will in der WKÖ noch heuer Millionen einsparen

Nach dem Rückzug von Harald Mahrer von der Spitze der Wirtschaftskammer (WKÖ) startet dessen Nachfolgerin Martha Schultz (beide ÖVP) angekündigte Reformen und vor allem auch Einsparungen, die noch heuer in die Millionen gehen sollen. Das veranschlagte Minus der Kammer von 4,2 Mio. Euro 2026 soll zumindest auf eine schwarze Null gedrückt werden, sagte ein WKÖ-Sprecher am Freitagnachmittag der APA. Per sofort gilt demnach auch ein Stopp für Nachbesetzungen und Neuanstellungen.
Bis Ende 2027 soll so Personal eingespart werden. Wie viele Posten genau wegfallen sollen, ist vorerst noch offen. In der ablaufenden Woche hatte es eine Klausur mit den Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleitern der WKÖ gegeben. Gespart werden soll etwa auch bei Veranstaltungen, sagte der Sprecher.
Zwei Reformebenen
Schultz setzt laut einer schriftlichen Mitteilung der Kammer auf zwei Reformebenen. Die Neuaufstellung der gesamten Organisation sowie eine Reform im eigenen Haus, der Bundesorganisation. Und nun gibt es die ersten Anweisungen der Neo-Chefin. So werden im Sinne der avisierten Millionen-Einsparung “alle Ausgaben in Hinblick auf den direkten Nutzen für die Mitgliedsbetriebe hinterfragt und auf den Prüfstand gestellt”.
Im Rahmen der Reform ist ein Personalabbau bis Ende 2027 vorgesehen, der schrittweise und sozial verträglich erfolgen soll. Für die Bundesorganisation gilt ab sofort ein Einstellungs- und Nachbesetzungsstopp.
Personalabbau “schrittweise und sozial verträglich”
Der Personalabbau bis Ende 2027 solle “schrittweise und sozial verträglich erfolgen”. Das Ausmaß blieb vorerst offen. Der Einstellungs- und Nachbesetzungsstopp gilt vorerst für die Bundesorganisation, also die WKÖ. Daneben gibt es in jedem Bundesland eine Wirtschaftskammer samt Bezirksstellen.
Im Wirtschaftsparlament im Juni werde es erste Ergebnisse des Reformprozesses geben, bekräftigte die WKÖ am Freitag. Dort sollen auch weitere Maßnahmen vorgestellt werden, die gemeinsam mit den neun Landeskammern sowie allen Fraktionen in Ausarbeitung stünden.