Seit einer Woche keine neuen Legionellen-Fälle mehr in Linz

04.09.2026 • 17:44 Uhr

Nach einem Legionellenausbruch im Großraum Linz Mitte Juli sind seit mehr als einer Woche keine neuen Krankheitsfälle mehr gemeldet worden. Insgesamt sind bisher 32 Personen erkrankt, drei von ihnen starben. Das teilten Land Oberösterreich, Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Magistrat Linz und AGES am Freitag in einer Aussendung mit. Hinweise, dass es einen Zusammenhang mit einer kontaminierten Kühlanlage der Linz AG gibt, haben sich demnach weiter verdichtet.

Darauf würden nicht nur die räumliche und zeitliche Verteilung der Fälle und vorläufige Analysen der Luftströmungsverhältnisse hindeuten, sondern auch Sequenzierungsergebnisse, hieß es in der Aussendung: Der Legionellentypus, der in einem Kühlturm des Unternehmens in der Wienerstraße festgestellt wurde, stimmt offenbar mit jenem von einem Erkrankten überein.

Linz AG: “Kein Nachweis” für Zusammenhang mit weiteren Erkrankungen

Die Linz AG bedauerte die Erkrankung und zeigte sich erleichtert, dass die betroffene Person wieder genesen sei. Man betonte allerdings, dass es “derzeit keinen Nachweis für den Zusammenhang zwischen der LINZ AG-Anlage und den weiteren Erkrankungsfällen gibt”. Das Unternehmen unterstütze die laufenden Untersuchungen nach Kräften. Die betroffene Anlage sei mittlerweile gereinigt, desinfiziert und auf Trockenbetrieb umgestellt. “Eine mögliche Bildung von Legionellen ist somit ausgeschlossen.”

Bisher wurden mehr als 200 Proben an möglichen Infektionsherden genommen. Bei Patienten, die außerhalb von Linz wohnen, wird derzeit von der Behörde abgeklärt, ob ihre Infektion ebenfalls auf die vermutete Quelle der Linzer Fallhäufung zurückgehen könnte.