Überflutung in Wiener Schule – Diversion für 16-Jährigen

21.09.2026 • 13:16 Uhr
Überflutung in Wiener Schule - Diversion für 16-Jährigen

Am Montag mussten sich zwei 16-jährige Burschen wegen schwerer Sachbeschädigung vor dem Wiener Straflandesgericht verantworten. Die beiden sollen im Februar bei einer Schulveranstaltung in den Toiletten auf mehreren Stockwerken die Abflüsse der Waschbecken verstopft und das Wasser aufgedreht haben. Der Schaden betrug mehr als 500.000 Euro. Der Erstangeklagte nahm ein Diversionsangebot an. Das Verfahren gegen den Zweitangeklagten wurde vertagt. Er bekannte sich nicht schuldig.

In seiner Aussage zeigte sich einer der Burschen reumütig. Es sei nicht seine Intention gewesen, einen solchen Schaden zu verursachen. Er wollte “den Helden spielen” und sich beweisen. Darüber hinaus war er davon ausgegangen, dass seine Tat viel früher entdeckt werden würde. Er habe nicht mit dem Ausmaß des Schadens gerechnet.

Zeuge entschuldigt sich

Sein mutmaßlicher Mittäter bekannte sich nicht schuldig. Er sei laut Angaben des Erstangeklagten nicht bei der Tat dabei gewesen. Auch die Zeugenaussagen belasteten vor allem den Erstangeklagten. Der Hauptbelastungszeuge gegen den Zweitangeklagten hatte sich wegen eines Krankenstandes entschuldigen lassen. Das Verfahren gegen ihn wurde daher auf den 8. Oktober vertagt.

Der Erstangeklagte hingegen nahm ein Diversionsangebot an. Das Verfahren gegen den 16-Jährigen wird eingestellt, wenn er die Auflagen erfüllt. Er muss binnen sechs Monaten 60 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und einen symbolischen Betrag von 500 Euro an die Geschädigten zahlen.