Umgestürzte Bäume und schwerer Verkehrsunfall in Kärnten
Unwetter haben am Dienstagnachmittag und -abend für 76 Feuerwehreinsätze in Kärnten gesorgt. Wie es in der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) auf APA-Anfrage hieß, hatte man es vor allem mit umgestürzten Bäumen und kleineren Überschwemmungen zu tun. Betroffen war das ganze Bundesland, die südlichen Landesteile etwas stärker. Bei Villach gab es einen schweren Verkehrsunfall, am Weissensee geriet eine Familie durch das Gewitter in Bergnot.
Auf der Drautal Straße (B100) bei Villach kam es im strömenden Regen zu einem Frontalzusammenstoß, berichteten Polizei und Feuerwehr. Eine 29-jährige Pkw-Lenkerin geriet beim Überholen ins Schleudern und prallte gegen das entgegenkommende Auto, in dem ein 37-Jähriger mit seiner Lebensgefährtin und den beiden gemeinsamen Kleinkindern unterwegs war, alle aus Deutschland. Ersthelfer holten die Kinder aus dem Auto und leisteten Erste Hilfe. Beide Lenker wurden eingeklemmt und mussten mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden.
Die beiden Frauen, der Lenker sowie eines der Kinder erlitten schwere Verletzungen, das zweite Kind wurde nur leicht verletzt. Sie wurden mit einem Notarzthubschrauber und mit Rettungswagen ins LKH Villach gebracht.
Urlauberfamilie in Sandalen von Alm gerettet
Auf der Naggleralm oberhalb des Weissensees (Bezirk Spittal an der Drau) geriet eine vierköpfige Familie aus Deutschland in Bergnot. Die Urlauber waren gerade auf einem Wandersteig beim Abstieg ins Tal, als das Gewitter mit Starkregen und Sturmböen sie überraschte, berichtete die Polizei. Da alle vier Personen lediglich Sandalen trugen, konnten sie auf dem aufgeweichten, rutschigen und steilen Weg weder gefahrlos weiter, noch war eine Umkehr möglich. Der Familienvater setzte daraufhin den Notruf ab. Ein Alpinpolizist und ein Bergretter stiegen zur Familie ab und brachten diese sicher aus dem unwegsamen Gelände und transportierten sie unverletzt ins Tal.