Verdächtiger nach Überfall auf Wiener Dorotheum gefasst

10.08.2026 • 10:25 Uhr

Nach dem Überfall auf eine Filiale des Dorotheums in Wien-Währing am vergangenen Donnerstag hat die Polizei einen Verdächtigen gefasst. Polizeisprecherin Anna Gutt bestätigte der APA am Montag in der Früh einen entsprechenden Onlinebericht der “Kronen Zeitung”. Bei dem Mann handelt es sich um einen 36-jährigen Österreicher. “Er ist polizeilich zuvor schon einmal in Erscheinung getreten”, sagte Gutt. Der Überfall hatte einen Großeinsatz der Polizei in der Umgebung ausgelöst.

Der Wiener dürfte aus dem Drogenmilieu stammen. “Er gab an, dass er Geld für Suchtgift benötigte”, berichtete Gutt. Ein Abgleich mit den am Tatort sichergestellten Fingerabdrücken brachte letztlich einen Treffer in der Datenbank der Polizei. Die Ermittler passten den Mann schließlich am Sonntag gegen 20.00 Uhr in der Nähe seiner Wohnung in Wien-Währing ab. “Er kam den Beamten dort entgegen und wurde festgenommen”, sagte Gutt.

Der Verdächtige wurde Montagvormittag noch von den Ermittlern des Landeskriminalamts einvernommen. Wie sich die Tat abspielte, ist noch nicht klar.

Mitarbeiter flüchteten rechtzeitig

Die Tat war am Donnerstagnachmittag verübt worden. Nach einem Überfallsalarm hatte eine Zeugin eine mutmaßlich bewaffnete Person an dem Dorotheum-Standort in der Währinger Straße gesehen. Wegen eines Verdachts auf eine Geiselnahme rückte die Exekutive mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften von Cobra, WEGA sowie der Diensthundeabteilung an und sperrte das Areal um den Tatort großräumig ab. Anrainerinnen und Anrainer warteten mehrere Stunden, um in ihre Wohnungen zu kommen.

Im Zuge des Einsatzes stellte sich schließlich heraus, dass die Mitarbeiter des Geschäfts noch rechtzeitig aus dem Gebäude flüchten konnten. Vom Verdächtigen, der den Schmuck, auf den er es abgesehen hatte, in dem Geschäft zurückließ, fehlte zunächst jedoch jede Spur.

Die Befragungen der vier Mitarbeiter des Geschäfts ergaben eine übereinstimmende Täterbeschreibung. Zuletzt waren auch Aufnahmen aus den Überwachungskameras ausgewertet worden.