Vespa feiert 80-jähriges Jubiläum in Rom

2026 feiert die Vespa 80. Geburtstag. Dieses Jubiläum wird von 25. bis 28. Juni in Rom mit der größten Party in der Geschichte des Rollers begangen. Zehntausende “Vespisti” aus aller Welt, darunter 165 aus Österreich, werden in der Ewigen Stadt erwartet. Vier Tage lang wird sie Schauplatz eines außergewöhnlichen Events für alle, die die Freiheit auf dem Roller lieben.
Die “Vespa World Days” sind eine Hommage an eine Ikone, die seit 1946 Generationen, Stile und Kulturen auf der ganzen Welt zusammenbringt. Geplant sind Veranstaltungen, Paraden und Feierlichkeiten in der ganzen Stadt. Auf dem traditionsreichen römischen Sportkomplex Foro Italico wird ein “Vespa Village” errichtet. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist eine große Parade am 27. Juni.
“Vespisti” kommen aus allen Bundesländern
Die 165 aus Österreich anreisenden “Vespisti” kommen aus allen Bundesländern. Mehrere von ihnen fahren die ganze Strecke mit ihrem Roller, andere lassen ihn dorthin transportieren. Angeführt wird die Gruppe von Barbara Schieder, seit 2014 Präsidentin des Vespa Clubs Austria, dem Dachverband der 60 Vereine der Alpenrepublik.
Der älteste Vespa-Verein wurde 1953 in Wien gegründet. Ab 1964 hat die Vespa immer mehr auch die Straßen Österreichs erobert. Laut offizieller Statistik waren in Österreich Ende 2025 151.066 “Wespen” zugelassen.
Der Mythos der “Wespe” wird von den Clubmitgliedern in Österreich mit Leidenschaft gelebt. “Alle Clubs sind vernetzt. Wir organisieren viele Veranstaltungen und Ausflüge. Wenn man mit der Vespa im Ausland ist, findet man bei Pannen gleich Unterstützung und eine Werkstatt mit Ersatzteilen. Unsere Mitglieder besitzen neue und alte Vespas, sogar Oldtimer. Inzwischen zählen auch immer mehr Frauen zu unseren Clubmitgliedern”, berichtet Barbara Schieder im Gespräch mit der APA.
Sie wird sich nächste Woche auf die Reise nach Rom machen. Österreich sei ein Land, in dem die Liebe zur “Wespe” besonders stark ist. “Österreich ist ein italophiles Land. Schon nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich die Vespa in Österreich verbreitet und ist zum Symbol für moderne Mobilität geworden”, berichtet Schieder.
“Ikone italienischer Kultur”
Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri bezeichnete die “Wespe” bei der Vorstellung der “Vespa World Days” als Ikone italienischer Kultur. Sie stehe nicht nur für Mobilität, sondern auch für den Wiederaufstieg Italiens nach dem Zweiten Weltkrieg. Für die ersten Modelle habe der Hersteller Piaggio damals Materialien aus der Flugzeugproduktion genutzt. Dies symbolisiere den Übergang von einer Kriegswirtschaft zu einer Wirtschaft des Wohlstands. Eine Patentanmeldung am 23. April 1946 markierte die Geburtsstunde des weltbekannten Rollers. Mit knapp 20 Millionen verkauften Zweirädern hauchte Vespa als erste globale Mobilitätsmarke allen fünf Kontinenten eine Portion italienisches Lebensgefühl ein. Die Kombination aus Design und innovativer Technologie machte den Roller zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte.
Zugleich sei die Vespa eng mit dem Bild Roms verbunden, meinte Bürgermeister Gualtieri. Filme wie “Ein Herz und eine Krone” (“Roman Holiday”) oder “Caro Diario” (“Liebes Tagebuch”) des römischen Regisseurs Nanni Moretti hätten die Verbindung zwischen der Stadt und dem Kultroller geprägt. Heute noch sei die Vespa ein Symbol für Roms Dolce Vita.