Die Woche der historischen Chancen

Vorschau. Der SCR Altach gastiert heute Abend im ÖFB-Cup-Halbfinale auswärts beim FC Salzburg. Es geht um nicht weniger als die Chance, erneut Vereinsgeschichte zu schreiben.
Rückblick Februar 2026: Direkt im ersten Spiel unter Neo-Coach Ognjen Zaric bezwangen die Rheindörfler in einem heroischen Kampf Meister Sturm Graz und Ex-Coach Fabio Ingolitsch in 120 Minuten. Damit fixierte der SCRA das erste Pokal-Halbfinale der Vereinsgeschichte. Dort wartet mit Red Bull Salzburg nun die nächste Herkulesaufgabe. Es ist der Auftakt zu einer Woche, in der Altach Geschichte schreiben kann. Denn neben einem möglichen Pokalfinale geht es auch am Sonntag in Graz um die Meistergruppe. „Wir haben den vollen Fokus jetzt mal auf Salzburg gerichtet, das ist eine große Chance für uns. Wir wollen ins Finale und bestmöglich am Ende auch etwas in den Händen halten“, skizzierte Zaric die Bedeutung der Partie.
Rückenwind
Mit drei Siegen und zwei Remis aus den ersten fünf Pflichtspielen unter dem 37-Jährigen reist Altach mit einer großen Portion an Selbstvertrauen in die Mozartstadt. Zuletzt holte man gegen die beiden Wiener Klubs im Schnabelholz vier Punkte. „Wir wollen genau so weitermachen. Die Stimmung im ganzen Verein ist sehr gut“, so der Cheftrainer.
Salzburg wiederum hat mit Daniel Beichler einen neuen Trainer an der Seitenlinie, der in seinen ersten beiden Pflichtspielen der Mannschaft neues Leben einhauchen konnte. Dem LASK wurde mit einem spektakulären 5:1 die erste Niederlage unter Didi Kühbauer zugefügt, gegen Hartberg gab es ein 0:0. „Es wird sicher eine Challenge für uns. Aber wir sind das ganze Frühjahr schon schwer zu bezwingen und lassen kaum etwas zu. Wir wollen Salzburg trotzdem höher anlaufen, als es Hartberg am Wochenende gemacht hat und sie so nicht in gefährliche Zonen kommen lassen“, gab Abwehrchef Benedikt Zech die Marschrichtung vor.
Hoffnung machen auch die beiden bisherigen Liga-Duelle, in denen Altach dem Serienmeister jeweils Punkte abknöpfte.

System
Auch wenn es eine Englische Woche ist, wird der Chefcoach keine großen Experimente machen. Taktisch wird es beim erfolgreichen 5-4-1-System bleiben, das Zaric auch als das bestmögliche für den Kader sieht: „Ich bin schon überzeugt davon, dass wir in dem System die größtmögliche Chance auf Erfolg haben. Das haben auch die Ergebnisse der letzten Wochen bestätigt.“
Offen bleibt, ob Srdjan Hrstic oder Ousmane Diawara an vorderster Front auflaufen wird. Zudem wird Sandro Ingolitsch wohl auf seine Rechtsverteidigerposition zurückkehren. „Wir wollen gegen den Ball einen guten Zugriff haben. Uns war es wichtig, dass wir die letzten Wochen auch einen guten Impuls von der Bank haben, und das wollen wir gegen Salzburg auch nutzen“, so der Tiroler.
Chance nutzen lautet die Devise der Rheindörfler heute Abend. Auch wenn die Bullen das schwerstmögliche Los sind, braucht sich Altach mit der aktuellen Form keinesfalls verstecken. Und: „Wenn man ins Finale will, kann man sich den Weg auch nicht skizzieren, sondern man muss ihn nehmen, wie er ist. Aber wir haben uns gut vorbereitet und wollen eine Runde weiterkommen“, sagte Zaric abschließend.
Von Florian Gabriel