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„Extrem schöner Zufall“

29.05.2026 • 21:46 Uhr
„Extrem schöner Zufall“
Sophie Weißenberg hofft, dass sie ihren Siebenkampf beim 51. Hypomeeting in Götzis beenden kann. APA

Siebenkampf. Sophie Weißenberg und ihr Freund Sven Roosen werden zum ersten Mal als Paar einen Wettkampf bestreiten.

Sophie Weißenberg sieht einerseits locker, andererseits doch angespannt aus. Wen wundert’s: Eine lange Leidensgeschichte liegt hinter der Deutschen. Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris stürzte sie beim Aufwärmen für den 100-Meter-Hürdenlauf und fiel mit Achillessehnenriss für lange Zeit aus. Nun in Götzis also das Comeback, nachdem sie schon zuletzt in Neuwied einen ansprechenden Vierkampf abgeliefert hatte. „Ja, es ist ein Jammern auf einem hohen Niveau. Ich sollte zufrieden sein, ,,was ich das abgeliefert habe“, so die 28-Jährige, die an ihrem Auftritt erst einiges auszusetzen hatte.

Veränderung

Die ehemalige U20-Vizeweltmeisterin mit einer pB von 6438 Punkten aus Leverkusen wartet schon einige Zeit auf einen nächsten großen Erfolg, „ich wusste, ich muss etwas verändern“. Es sei ein extrem schöner Zufall gewesen, ihren Freund kennenzulernen, der ebenfalls aus einer Verletzung kommt und ebenso ehemaliger U20-Vizeweltmeister ist. Denn nach dem Kennenlernen nutzte Weißenberg die Gelegenheit und schloss sich der niederländischen Trainingsgemeinschaft an. „Ich bin keine 20 mehr und kann nicht noch lange schauen, was passiert. Wir sind einfache Typen, wollen keinen Streit. Das passt einfach“, so die Deutsche zu ihrer Partnerschaft mit dem Niederländer.

Landesrekord

2024 wurde er beim Hypomeeting mit 8507 Punkten Zweiter und qualifizierte sich zudem für die Olympischen Spiele in Paris, bei denen er mit neuem Landesrekord von 8607 Punkten den vierten Platz belegte. „Wir haben noch keinen Wettkampf zusammen bestritten, es wäre eine tolle Sache, wenn dies nach unseren Wünschen ausgeht an diesem Wochenende“, sagt Sophie Weißenberg. Und man mag es ihr glauben, jedes Wort.

Von Jochen Dedeleit