Sport

Ein Koblacher mischt in der Weltspitze mit

26.08.2026 • 15:22 Uhr
Hyrox international Hyrox competition
Stefan Fischer (l.) und Darin Phoenix waren sichtlich glücklich über ihre Leistung.

Der Koblacher Stefan Fischer ist mit seinem australischen Wettkampfpartner Darin Phoenix beim Hyrox-Fitnesswettkampf in Bangkok in der Altersklasse 55 bis 59 Jahre angetreten. Das Duo schaffte es dabei in die absolute Weltspitze. An dem Wettkampf nahmen insgesamt 20.000 Athleten teil.

Exakt 1.29,20 Stunden benötigten vor wenigen Tagen der Koblacher Stefan Fischer und sein australischer Wettkampfpartner Darin Phoenix, in Bangkok bei dem internationalen Hyrox-Wettkampf einen regelrechten Fitnessmarathon zu bewältigen. Damit belegte das österreichisch-australische Duo den zweiten Platz in der Doppelkategorie 55 bis 59 Jahre. Fischer ist 58, Phoenix 55 und stammt aus Darwin. Doch was ist Hyrox? Hyrox ist eine internationale Indoor-Fitness-Wettkampfserie, die sich selbst als „World Series of Fitness Racing“ bezeichnet. Es handelt sich um ein standardisiertes Hybrid-Format aus Laufen und funktionellem Krafttraining.

Hyrox international Hyrox competition
Eine Impression aus der Wettkampfhalle in Bangkok. Privat

Geschichte
Gegründet wurde Hyrox 2017 in Deutschland mit dem ersten Event 2018 in Hamburg, einer der Formatgründer ist der Olympiasieger und ehemalige Weltmeister im Feldhockey Moritz Fürste. Die Idee hat sich rasant zu einer globalen Serie entwickelt, mit Events in über 85 Städten in rund 30 Ländern. Hunderttausende Athleten nehmen pro Saison teil, es gibt inzwischen auch eine jährliche Weltmeisterschaft, in diesem Jahr findet die WM in Stockholm statt. Jedes Hyrox-Rennen ist weltweit identisch aufgebaut und findet in großen Messehallen oder Arenen statt. Der Ablauf: Acht mal einen Kilometer Laufen abwechselnd mit acht funktionellen Workout-Stationen. Die Stationen sind: SkiErg, also Skiergometer. Dabei handelt es sich ein Stand-Fitnessgerät, das die Bewegung beim nordischen Skilanglauf simuliert, die zurückliegende Distanz beträgt 1000 Meter. Bei Station zwei gilt es, einen Schlitten mit einem Gewicht von 152 Kilogramm über einen Teppichboden zu schieben. Bei Station drei, wohlgemerkt liegt zwischen den Übungen immer eine Laufdistanz von einem Kilometer, heißt es, einen Schlitten mit einem Eigengewicht von 103 Kilogramm mit einem Seil 50 Meter an sich heran zu ziehen. Die Aufgabe bei der vierten Station ist es, 80 Meter mit Burpee-Weitsprüngen zurückzulegen, die Übung kommt direkt nach dem vierten Kilometer Laufen und kombiniert zwei Bewegungen in einer: einen Burpee, bei dem Brust und Hüfte den Boden berühren, gefolgt von einem horizontalen Vorwärtssprung.

Hyrox international Hyrox competition
Stefan Fischer (r.) ist wirklich fit wie ein Turnschuh. Das bewies der 58-Jährige in Bangkok im Doppel zusammen mit Darin Phoenix. Privat

Harter Schlussakkord
Bei Station fünf gilt es auf einem Ergometer 1000 Meter zu rudern, nach einem weiteren Laufkilometer folgt die Station „Farmers Carry“, hier müssen zwei schwere Kugelhantel 200 Meter getragen werden, ohne sie dazwischen abzusetzen. Station sieben: Ein schwerer Sandsack wird auf die Schultern gelegt, dann besteht die Prüfung darin, mit dem Ballast 100 Meter in Ausfallschritten zurückzulegen, wobei das hintere Knie bei jeder Wiederholung den Boden berühren muss. Zum Abschluss wartet dann noch die Aufgabe, Medizinbälle auf ein höher gelegenes Ziel zu werfen, und zwar gilt es, aus einer tiefen Kniebeuge heraus den sechs Kilo schweren Ball beim Aufstehen zu werfen – und das hundert Mal. Irre. Wenn Fischer im Lande ist, trainiert er seit sieben Jahren in Rankweil beim CrossFit oder in Hohenems bei Ländle CrossFit. Der Effekt ist gewaltig. Es war Fischers fünfter Hyrox-Bewerb und sein erstes Podium. Glückwunsch!