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Das Geheimnis hinter besonders süßen Kirschen

19.06.2026 • 14:31 Uhr
Begegnung Kirschbauer Werner Alge
Werner Alge hat am Dienstag mit der Ernte begonnen. Die nächsten drei bis vier Wochen wird er jeden Tag auf dem Feld tätig sein. serra

Vor etwa 30 Jahren machte Werner Alge sein Hobby zum Beruf. Für den Lustenauer Obstbauer beginnt jetzt die Erntezeit.

Wie sind Sie zum Kirschenanbau gekommen?

Werner Alge: Wir haben auf dem Markt schon immer ein wenig mit Kirschen gehandelt, allerdings dafür auch Früchte zugekauft. In Lustenau hat dann jemand versucht, selbst anzubauen. Das hat aber nicht besonders gut funktioniert und daraufhin habe ich mir gedacht, jetzt fange ich selbst an. Mit der Unterstützung eines Beraters habe ich die passenden Sorten ausgesucht und baue nun seit rund 30 Jahren selbst Kirschen an. Und das klappt sehr gut.

Begegnung Kirschbauer Werner Alge
serra

Hat sich die Arbeit in den letzten Jahren verändert?

Alge: In dem Sinne, dass immer mehr Schädlinge kommen, hat sie sich verändert. Die Netze werden bei uns immer kleiner und undurchlässiger. So können beispielsweise Fliegen besser ferngehalten werden. Früher hatten wir nur Hagelnetze, diese waren viel gröber und halfen nur gegen Vögel. Jetzt, mit den engmaschigen Netzen, ist unsere Anlage eigentlich fast ein Hochsicherheitstrakt.

Was machen Ihrer Meinung nach gute Kirschen aus und was bieten Sie auf dem Markt an?

Alge: Bei uns in der näheren Umgebung gibt es eigentlich nur tolle Kirschen und die Qualität ist im Allgemeinen sehr gut. Wir haben ein Dach und können unsere Kirschen dadurch so lange hängen lassen, bis sie wirklich reif sind. Wenn die Bäume aber nicht überdacht sind, besteht ein Wetterdruck. Die Kirschen sollten vor der Schlechtwetterphase abgenommen werden, da sie sonst aufplatzen können, wenn es auf sie regnet. Unsere Kirschen sind nur für den Frischmarkt geeignet. Wir ernten die Früchte und verkaufen sie dann. Zu Schnaps brennen wir das Obst nicht. Da gibt es eine spezielle Sorte.

Begegnung Kirschbauer Werner Alge
Alge bei ein paar der überdachten Kirschbäume.serra

Was gefällt Ihnen an der Arbeit besonders gut?

Alge: Ich mache die ganze Arbeit gern, sonst würde ich es nicht tun. Wenn man bei der Landwirtschaft nicht mit Herz dahinter ist, kann man es bleiben lassen. Der Beruf ist zeitaufwendig, aber ich mag die Arbeit und für mich ist der Kirschanbau wie ein Hobby. Dann ist nicht wichtig, wie viel Zeit investiert werden muss. Und wenn der Erfolg auch noch gut ist, passt das zweimal. Entscheidend ist, es als Hobby zu sehen und mit Freude auszuüben, dann wird der richtige Weg eingeschlagen.