_Homepage

Drei Vorarlberger gründen neues KI-Systemhaus

23.07.2026 • 16:13 Uhr
Drei Vorarlberger gründen neues KI-Systemhaus
Ki-Experte Marco Moosbrugger, Cybersecurity-Spezialist Ralf Innerkofler und IT-Fachmann Armin Gaiser tun sich zusammen. Corevision Systems GmbH

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Unternehmensalltag. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Datenschutz, Cybersicherheit und die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Mit der CoreVision Systems GmbH entsteht in Lauterach ein neues Systemhaus, das diese Bereiche unter einem Dach vereinen will.

Ob automatisierte Abläufe, intelligente Assistenten oder digitale Wissensdatenbanken: Künstliche Intelligenz entwickelt sich für viele Unternehmen vom Zukunftsthema zum praktischen Werkzeug. Gleichzeitig stellt der Einsatz neuer Technologien Betriebe vor neue Herausforderungen. Neben der Einführung von KI müssen auch bestehende Prozesse angepasst, Daten geschützt und die IT-Infrastruktur entsprechend ausgebaut werden. Genau an dieser Schnittstelle setzt die neu gegründete CoreVision Systems GmbH mit Sitz in Lauterach an.

Hinter dem Unternehmen stehen drei etablierte Vorarlberger Akteure: KI-Experte Marco Moosbrugger, die Dornbirner Spider Netzwerkconsulting GmbH sowie die PCN GmbH mit Cybersecurity-Spezialist Ralf Innerkofler, der die Geschäftsführung übernimmt. Gemeinsam wollen sie Unternehmen künftig einen zentralen Ansprechpartner für Digitalisierung, künstliche Intelligenz, IT-Infrastruktur und Cybersicherheit bieten.

Vier Bereiche, ein Ansprechpartner

Nach Angaben des Unternehmens beziehen viele Betriebe KI-Beratung, Prozessoptimierung, IT-Betreuung und Sicherheitslösungen derzeit von unterschiedlichen Anbietern. CoreVision will diese Leistungen zusammenführen und Unternehmen von der Analyse über die Umsetzung bis zur laufenden Betreuung begleiten. Zum Angebot gehören neben IT-Infrastruktur und Cybersicherheit auch Prozessoptimierung, die Einführung von KI-Anwendungen sowie die Aufbereitung interner Dokumente und Daten, damit diese für KI-Systeme nutzbar werden.

Ergänzt wird das Angebot durch eine eigens entwickelte Audit-Plattform. Damit können Unternehmen ihre digitale Infrastruktur analysieren und erhalten Empfehlungen, an welchen Stellen Prozesse verbessert oder Sicherheitslücken geschlossen werden können.

KI ohne Cloud

Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten On-Premise-Lösungen. Dabei werden KI-Anwendungen direkt im Unternehmen betrieben. Sensible Daten verlassen das eigene Netzwerk nicht und werden nicht in externen Cloud-Diensten verarbeitet. Gerade in Branchen mit hohen Datenschutzanforderungen gewinnt dieser Ansatz an Bedeutung.

Marco Moosbrugger sieht darin einen wesentlichen Unterschied zu vielen bestehenden Angeboten: „Unternehmen bekommen KI-Beratung, Prozessberatung und Sicherheitsberatung heute oft von drei verschiedenen Anbietern. Mit drei verschiedenen Sprachen und drei verschiedenen Lösungen. Mit CoreVision Systems bündeln wir diese Kompetenzen erstmals aus einer Hand: regional, persönlich und mit der Sicherheit, dass unsere Partner sich seit Jahren in Vorarlberg bewährt haben.“

Moosbrugger wurde heuer als „VN Kopf von Morgen“ ausgezeichnet und hat mit KI-Führerschein.at bereits mehr als 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Workshops an das Thema künstliche Intelligenz herangeführt. Dieses Know-how soll nun in die Arbeit des neuen Unternehmens einfließen.

Drei Partner, neue Marke

Auch Geschäftsführer Ralf Innerkofler betont, dass hinter CoreVision keine Neugründung auf der grünen Wiese steht. Vielmehr bündelt das Unternehmen die Erfahrung dreier bereits am Markt etablierter Vorarlberger Anbieter. „Wir wollten kein weiteres IT-Systemhaus im klassischen Sinn gründen, sondern einen Partner, der Unternehmen von der ersten Idee bis zur laufenden Betreuung begleitet“, sagt Innerkofler.