Vorarlberg

So sieht die Baustelle bei der Pipeline aus

02.02.2022 • 16:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Die Bagger sind bei der Pipeline in Bregenz am Werk. Hartinger (6)

Manche bringen sich für einen Blick auf das Projekt in Lebensgefahr. Die NEUE war vor Ort.

Die Stadt Bregenz gestaltet seit Oktober den ufernahen Bereich beim ehemaligen Militärbad um. Dazu sind umfangreiche Arbeiten und auch Absperrungen nötig, an die sich aber nicht alle halten wollen.

Illegale Kletterpartien

Besonders am Wochenende würden oft dutzende Menschen beim geschlossenen Bahnschranken bei der Pipeline bei der Absperrung durchschlüpfen, über die Bahngleise laufen und über den Bauzaun klettern, um einen Blick auf die Baustelle zu werfen, berichtet ein Anrainer der NEUE. Der Mann, der in der Nähe wohnt, hat von seinem Balkon aus einen guten Blick auf das Geschehen. Einmal sei ein ­Baustellenbesucher sogar am Zaun hängen geblieben, so der Anrainer. Die Strecke sei besonders gefährlich, weil man den Zug oft zu spät sehe und höre. Manche Schaulustige würden auch den an sich gut gesicherten Bauzaun aushebeln, um auf die Baustelle zu gelangen.

Bei der Stadt Bregenz hat man bisher noch keine Hinweise auf die Vorgänge erhalten, warnt aber vor etwaigen unerlaubten und gefährlichen Baustellenbesuchen sowie den möglichen Konsequenzen.

Vorrangiges Ziel der Neugestaltung des Areals entlang der Pipeline ist die Trennung von Fuß- und Radweg, um die Konfliktstelle für die ­Verkehrsteilnehmer dadurch zu entschärfen. Zwischen dem drei Meter breiten Gehweg und dem fünf Meter breiten Radfahrstreifen soll ein Grünstreifen entstehen. Außerdem errichtet die Stadt einen neuen Holzsteg und eine WC-Anlage. Während der Bauzeit werden Fußgänger sowie Radfahrer in Richtung Lochau über die L 190 umgeleitet.

Gratis Fahrten

Um die Behinderungen durch die Baustelle einzugrenzen, sind Bahnfahrten zwischen den Haltestellen Lochau-Hörbranz und Bregenz-Hafen seit 18. Oktober kostenlos. Die Passagiere dürfen auf dieser Strecke auch ihre Fahrräder gratis mitführen. Die Maßnahme soll laut der vor Ort angeschlagenen Informationen noch bis voraussichtlich Mitte Mai gelten.

Der zweite Bauabschnitt des 515 Meter langen Rad- und ­Fußweges soll allerdings bereits im April abgeschlossen sein, dann kann die neu gestaltete Umgebung wieder gefahrlos besichtigt werden. Auch die Gratisfahrten mit den ÖBB könnten dann bereits ein Ende finden. Das ­Investitionsvolumen in die ­Neugestaltung beträgt 6,3 Millionen Euro, wobei Bund und Land davon 70 Prozent durch Förderungen übernehmen und den Rest die Landeshauptstadt finanziert.

Wie ein Lokalaugenschein der NEUE zeigt, sind die Arbeiten an der Pipeline im vollen Gange. Fundamente wurden bereits gegossen und Trennwände errichtet. Auch die Betonelemente für eine neue Verrohrung liegen bereit. Da in Richtung Lochau das Seeufer sehr steil abfällt, sollen hier in weiterer Folge Stiegen zum See gebaut werden. Auch eine Rampe für Rollstuhlfahrer ist ge­plant. Bis zur Fertigstellung des Lieblingserholungsraumes der Bregenzer braucht es aber vor allem noch eines: Geduld.

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