Vorarlberg

Staatssekretär machte auf Ländertour halt

03.03.2023 • 13:01 Uhr
Staatssekretär Florian Tursky und Landeshauptmann Markus Wallner mit Tabletts.<br><span class="copyright">Serra/vlk</span>
Staatssekretär Florian Tursky und Landeshauptmann Markus Wallner mit Tabletts.
Serra/vlk

Florian Tursky (ÖVP) kam nach Vorarlberg, um mit dem Landeshauptmann den „Digital Austria Pact“ zu unterzeichnen.

Der Bund will digitale Kompetenzen durch niederschwellige Weiterbildungsangebote für die breite Bevölkerung fördern und preist diese Maßnahme als sogenannten „Digital Austria Pact“ an. Der zuständige Staatsekretär Florian Tursky, der vor seiner Ernennung Büroleiter von Tirols Altlandeshauptmann Günther Platter gewesen war, tourt dafür durch die Länder. Sein erster Pressetermin führte ihn am Freitag nach Vorarlberg, wo er den „Pact“ mit Landeshauptmann Markus Wallner unterzeichnete.

Digitale Defizite

Neun von zehn Arbeitsstellen setzten digitale Grundkenntnisse voraus, über die drei von zehn Österreichern aber nicht verfügen, so Tursky. Vor Arbeitsplatzverlust müsse man sich nicht fürchten: „Jede technische Revolution führt dazu, dass es am Ende des Tages mehr Jobs gibt.“ Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz lasse sich in Österreich bis 2035 eine zusätzliche Wertschöpfung von sieben Milliarden Euro generieren, erklärte der Staatssekretär. Außerdem werde die Digitalisierung jährlich bis zu 20.000 zusätzliche Stellen schaffen. Worauf sich diese Prognose stützt, blieb allerdings offen.

Man müsse die Chance nützen, um im Rahmen der Digitalisierung zukünftig „in Österreich und auch in Vorarlberg“ Wertschöpfung zu generieren. Die digitale Fitness der Österreicher sei allerdings noch ausbaufähig. Sie befinde sich auf einer Skala von eins bis 100 bei 41,6 – in Vorarlberg bei 43,4. Die Bevölkerung tendiere jedoch dazu, die eigenen Fähigkeiten zu überschätzen; das führe zu Problemen bei der digitalen Sicherheit. Man wolle daher Interessensvertretungen und Gebietskörperschaften an einen Tisch bringen, um die digitalen Kompetenzen zu erhöhen. So biet man österreichweit 400 niederschwellige Kurse für digitale Fähigkeiten an. Es gebe eine Divergenz in den Fähigkeiten zwischen Jung und Alt, sowie zwischen Reich und Arm. Man wolle aber bei der Digitalisierung niemanden zurücklassen.
Moritz Moser