“Vokus”: Polizisten auf Kontrollgang durch Feldkirch

Im Rahmen der Initiative wurden in der Innenstadt Jugendliche kontrolliert. Bei einem jungen Mann wurden die Beamten fündig.
Das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung – es ist in diesen Wochen und Monaten immer wieder Thema. Anfang des Jahres ging im Ländle die Initiative „Vokus“ für mehr Sicherheit an öffentlichen Plätzen an den Start – so auch am Donnerstagabend in Feldkirch.

Um 19 Uhr traf sich der Trupp aus Polizisten und interessierten Medienvertretern vor dem Rathaus, kontrolliert wurden Jugendgruppen in der Innenstadt. Direkt bei der ersten Gruppe junger Erwachsener vermutet ein Beamter aufgrund des Geruchs Cannabis. Die anschließende Taschenkontrolle bestätigt den anfänglichen Verdacht nicht.

In einer Seitengasse treffen die Beamten auf eine weitere Gruppe, jünger als die erste. Auch hier werden Ausweise kontrolliert und Taschen durchsucht. Bei einem 13-Jährigen findet die Exekutive die bei Jugendlichen beliebten Nikotinbeutel – besser bekannt als „Snus“. Da der Konsum erst ab 18 Jahren erlaubt ist, muss der Bursch den Nikotinbeutel abgeben.

„Durch die verstärkte Präsenz und die Kontrollen stehen wir im ständigen Dialog mit Jugendlichen, die sich an öffentlichen Plätzen aufhalten. So können wir sie über die Rechtslage aufklären und schreiten ein, bevor Straftaten passieren“, erklärt Landespolizeidirektor Hans-Peter Ludescher. Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP) fügt hinzu: „Mit ‚Vokus‘ verstärken wir neben der gegenwärtigen, faktischen Sicherheit im Land auch das Sicherheitsgefühl eines jeden Einzelnen.“

Auch der Feldkircher Bürgermeister Manfred Rädler (ÖVP) spricht das Thema an: „Sicherheit ist ein zentrales Anliegen für die Einwohner unserer Stadt.“ Das Sicherheitsgefühl sei seit Start der Initiative durch verstärkte Präsenz und Schwerpunktaktionen der Polizei „deutlich erhöht“ worden, betont er.

Ergänzend erwähnt Landespolizeidirektor Ludescher auch ein EU-gefördertes Pilotprojekt: „Darin werden die Jugendlichen im Bezirk Dornbirn direkt an die Offene Jugendarbeit vermittelt.“ Eine Ausweitung auf ganz Vorarlberg wird derzeit geprüft.