Wilde und herzhafte Mischung

Im Marvia verbindet Familie Metzler abwechslungsreiche Küche, persönliche Geschichte und einen atemberaubenden Bergblick.
Im Restaurant Marvia wird nicht einfach nur gekocht. Hier steckt Herzblut drin. Silvia und Markus Metzler haben sich 2023 einen Traum erfüllt und das Hotel auf dem Bödele übernommen. „Als wir gehört haben, dass es zum Verkauf steht, haben wir gesagt: Das gibt’s ja nicht – das ist unsere Chance!“, erzählt die Wirtin. Anfangs hatten sie große Pläne. „Im Herbst haben wir die Küche komplett rausgerissen und neu saniert, das war die erste Investition“, erzählt die Inhaberin Dabei blieb es nicht: Im Frühling 2024 folgte der nächste große Schritt. „Wir haben alle Zimmer komplett neu gemacht“, sagt sie. Denn die Erwartungen der Gäste sind klar: Neben einer guten Küche zählen heute auch moderne Zimmer, ein frischer Wellnessbereich und die Natur rund um das Bödele.

Entstehung
Silvia Metzler kommt ursprünglich aus einem ganz anderen Berufsfeld. Sie ist ausgebildete Kindergärtnerin, in der Gastronomie war sie lange nur nebenbei tätig. Ihr Mann Markus Metzler hingegen brachte das Erlernte von Anfang an mit: Er absolvierte seine Lehre in der Gastronomie und sammelte dort auch seine ersten Berufsjahre. „Das war für uns das Grundfundament“, sagt die Chefin rückblickend. Was Silvia Metzler an der Arbeit am meisten schätzt, ist der direkte Kontakt mit den Menschen. „Ob Restaurant oder Hotel – das gibt mir Motivation“, sagt sie. Wenn Gäste ihren Urlaub genießen, gerne wiederkommen oder ein gutes Essen empfehlen, dann ist für sie klar: Genau dafür lohnt sich der Einsatz. „Das ist es, was ich liebe – der Kontakt mit den Leuten.“

Langjähriges Team
Möglich ist das ganze aber nur mit einem eingespielten Team. „Das funktioniert nur, wenn man Mitarbeiter hat, denen man vertrauen kann“, sagt Silvia Metzler. Viele sind schon lange dabei, sie kennen den Betrieb und auch die Familie Metzler. Der gute Geist des Hauses ist Gerda: Sie arbeitet seit 25 Jahren hier, also schon lange bevor das Ehepaar das Restaurant übernommen haben. „Ich kann mich sogar noch aus meiner Jugend an sie erinnern“, sagt sie. Im Alltag teilen sich Silvia und Markus Metzler die Arbeit: „Man muss überall ein bisschen dabei sein“, sagt sie. Ganz ohne Präsenz gehe es nicht – aber genau das mache für sie den Reiz der Gastronomie aus. Vor allem die Familie spielt dabei eine große Rolle. Das Paar haben zwei Kinder, die heute schon größer sind. Als der Weg in die Selbstständigkeit begann, waren sie noch klein. „Ohne Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen“, sagt Silvia Metzler. Besonders die Großeltern auf beiden Seiten helfen mit, wo sie können.

Persönliche Geschichte
Auf der Suche nach einem passenden Namen für das Restaurant Marvia wurde lange überlegt, bis der Neffe die entscheidende Idee hatte: Warum nicht einfach beide Namen verbinden? Mar von Markus und Via von Silvia – und schon war der Name gefunden. „So trifft sich für uns alles“, sagt Silvia Metzler. Dass dieser Ort für das Paar eine besondere Bedeutung hat, reicht weit zurück. Lange bevor sie überhaupt daran dachten, das Hotel einmal zu übernehmen, hatten sie hier geheiratet – in der kleinen Kapelle ganz in der Nähe, gefeiert wurde im Felsenkeller. „Damals hätten wir nie gedacht, dass wir irgendwann hier oben arbeiten würden“, erzählt die Inhaberin. Aber da ihr Mann aus dem Bregenzerwald kommt und sie aus Dornbirn ist das Bödele für die beiden die perfekte Verbindung gewesen, erzählt sie mit einem Lächeln.
Abwechslung auf dem Teller
Auf der Speisekarte im Marvia soll sich jeder Gast wiederfinden. „Uns war wichtig, eine gute Abwechslung reinzubringen“, sagt Silvia Metzler. Ob mit oder ohne Fleisch, klein oder klassisch – die Karte ist bewusst vielseitig gehalten. „Gutbürgerlich heißt für uns nicht, dass es nur Kässuppe gibt“, erklärt sie. Traditionelle Gerichte wie Schnitzel oder Kalbsfleisch haben ihren festen Platz, werden aber immer wieder mit neuen Ideen ergänzt. Das Restaurant ist auf Wild spezialisiert. Am wichtigsten ist jedoch das immer ein frischer Wind auf den Teller kommt. Und es gibt noch eine Besonderheit: „Es gibt Kuchen, den ich mit ganz viel Liebe selbst backe“, verrät die Chefin mit einem Lächeln. Auch am Nachmittag lohnt sich ein Einkehrschwung. Neben selbstgemachtem Kuchen gibt es eine eigene Nachmittagskarte mit warmen Gerichten wie Käsknöpfle, Würstchen oder kleinen Pfannen – „der hungrige Gast bekommt definitiv etwas Gutes“, sagt Silvia Metzler stolz.

Qualität, die man schmeckt
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Qualität und Handwerk. Alle Saucen werden hausgemacht, viele Produkte kommen aus der Region. Fleisch bezieht der Betrieb, aus der Umgebung. Denn Markus Metzler ist selbst Jäger und legt großen Wert auf einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Dem Chef ist gute Qualität wichtig. Der Käse stammt von einem regionalen Bauern, die Eier von Silvia Metzlers Cousin.

Schöne Aussicht am Bödele
Im Restaurant gibt es drei Innenräume, von denen zwei abtrennbar sind. Dazu kommen eine große Sonnenterrasse, ein neu gestalteter Seminarraum und der Felsenkeller für Feiern wie Taufen, Geburtstage oder Hochzeiten. Drinnen stehen circa 100 Sitzplätze zur Verfügung und draußen rund 120. Die Räume können auf Anfrage gemietet werden.

Der Standort am Bödele ist einer der großen Pluspunkte. Der Blick in die Bergwelt, die Lage über der Nebelgrenze und die Nähe zum Wander‑ und Skigebiet machen das Restaurant zu einem beliebten Ziel für Ausflügler. Eigene Parkplätze stehen direkt beim Haus zur Verfügung. Unmittelbar daneben liegt der große Bödele Parkplatz.
Kontaktdaten:
Adresse: Bödele 574, 6867 Schwarzenberg
Telefon: 05572 77400
Öffnungszeiten: Donnerstag – Montag von
10:00 Uhr – 22:00 Uhr