Von der Natur inspiriert

Katharina Fink (30) liebt ihr Handwerk. In ihrem Geschäft in Dornbirn begeistert sie mit kreativer Floristik aus der Natur.
Was war ihr Weg in der Floristik?
Katharina Fink: Mich hat die Floristik schon von klein auf fasziniert, da meine Nachbarin selbst Floristin war und ich schon immer gerne Blumen im Garten oder in den Bergen gepflückt habe, um daraus kleine Sträuße zu binden. Nachdem mir die Schule nicht gefallen hatte, begann ich meine dreijährige Lehre als Floristin und bin seither in diesem Beruf geblieben. Nach insgesamt zehn Jahren Erfahrung und Stationen in verschiedenen Fachgeschäften entschied ich mich schließlich für die Selbstständigkeit. Meinen eigenen Laden “Die Blüte” führe ich nun bereits seit viereinhalb Jahren erfolgreich in Dornbirn.
Was motiviert Sie an der Arbeit?
Fink: Mich motiviert vor allem die Möglichkeit, kreativ zu sein und eng mit der Natur zusammenzuarbeiten. Ich liebe es, mich von Dingen, die ich draußen sehe, inspirieren zu lassen und diese Eindrücke dann in meinem eigenen Laden handwerklich umzusetzen. Dabei ist es mir wichtig, individuell auf die vielfältigen Kundenwünsche einzugehen. Besonders gerne plane und gestalte ich Hochzeiten und Veranstaltungen, da ich die Kunden hier vom Brautstrauß über die Tischdeko bis hin zum Autoschmuck begleiten darf. Es bereitet mir große Freude, ihre persönlichen Visionen in die Realität umzusetzen.
Wie stellen Sie die Qualität der Blumen sicher?
Fink: Qualität steht für mich an oberster Stelle, weshalb ich im Gegensatz zu vielen Kolleginnen und Kollegen einen eigenen Kühlraum besitze, um die Blumen optimal frisch zu halten. Meine Schnittblumen beziehe ich täglich frisch über Zwischenhändler direkt aus Holland. Um die Transportwege kurz zu halten, sammle ich jedoch vieles selbst in der freien Natur oder schneide Materialien direkt in meinem eigenen Garten. Auch bei Topfpflanzen achte ich streng darauf, dass sie von regionalen Gärtnerinnen und Gärtnern stammen, damit sie keine langen und strapaziösen Wege hinter sich haben.
Was sind Herausforderungen und Zukunftsvisionen für Sie?
Fink: Die größten Herausforderungen sind die stark schwankenden Tagespreise und die Abhängigkeit vom Wetter. Schlechtes Wetter bedeutet oft weniger Kundschaft, was bei dieser leicht verderblichen Ware kalkulatorisch schwierig ist. Obwohl ich oft über 60 Stunden pro Woche arbeite, fühlt es sich nicht wie Last an, da ich meinen Beruf liebe. Mein nächstes großes Ziel ist der Umzug nach Lochau im Juli. Zudem möchte ich meine Reichweite auf meinen Instagram-Account weiter ausbauen und in Zukunft vielleicht sogar eigene Floristik-Kurse anbieten.