Wir schreiben für Sie, liebe Leserschaft!

Warum braucht es die freie Presse überhaupt? Am Tag des Lokaljournalismus ein Plädoyer für unabhängige Berichterstattung aus und für ganz Vorarlberg.
Warum braucht es Journalismus, warum sollte man sich bewusst für das Abonnement eines Mediums entscheiden? Und warum gerade für ein lokales Produkt, wenn eh alles gratis online auf verschiedensten Kanälen verfügbar scheint?
Ganz einfach. Denn wie so oft, trügt der Schein. In Zeiten von KI-generierten Inhalten, die scheinbar kostenlos auf gängigen Plattformen wie Instagram, TikTok, Facebook, Google oder Meta ausgespielt werden, nimmt die Verbreitung von trügerischer und teilweise gefährlicher Falschinformation maßlos zu. Selbstverständlich besteht in vielerlei Hinsicht weiterhin die Möglichkeit, sich kostenlos im Netz zu informieren.
Die Leserschaft sollte sich aber bewusst sein, dass diese ungeprüften und teilweise täuschend echt produzierten Inhalte in den meisten Fällen einen Zweck verfolgen. Im harmlosen Fall dient es vielleicht zur Belustigung oder auch zur Täuschung, im schlimmsten aber zur Manipulation, Hetze oder Stimmungsmache bis hin zu schwerem Betrug.
Deswegen sollen diese Zeilen am heutigen Tag des Lokaljournalismus dazu dienen, Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einen Einblick in unsere tägliche Arbeit zu verschaffen.
Denn für genau Sie schreiben wir. In Ihrem Interesse und in Ihrem Auftrag.
Wir hören zu, sitzen mit Ihnen am Stammtisch, treffen Sie in der Kurve im Fußballstadion, begleiten Sie und Ihre Kinder auf dem Schulweg, vertreten Ihre Anliegen gegenüber der Politik, klagen gemeinsam mit Ihnen an, widmen sich Ihren Bedürfnissen, Wünschen, Sorgen und Ängsten, feiern aber auch mit Ihnen Ihre Erfolge. Kurzum, Ihr Leben und Ihr Alltag dienen als Grundlage für jegliche Art unserer Berichterstattung.
Wir treffen den zutiefst erschütterten Bregenzerwälder Bauern, dessen Vieh Opfer von TBC wurde. Wir treffen aber auch den Jäger und Waldbesitzer, der in einem Atemzug genannt wird, wenn es um den Rotwildbestand als Seuchenherd geht.
Wir treffen den Gastronomen, der gerade ein neues Lokal eröffnet. Und daneben sprechen wir mit dem Wirt, der aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse zusperren muss.
Wir sprechen mit Händlern, Unternehmern und Wirtschaftstreibenden. Wir hören aber auch auf die Belegschaft, das Personal und die Angestellten.
Wir sprechen mit der Politik, der Exekutive, der Justiz, die oft in den Mittelpunkt der Kritik rücken. Denen aber auch manchmal, wenn man genau hinhört, die Hände gebunden sind.
Wir sprechen mit Familien, Kindern, Eltern, Großeltern, Alleinerziehenden, Müttern, Väter, Singles oder Pärchen – kurzum, wir sprechen mit Ihnen, liebe Vorarlbergerinnen und Vorarlberger. Und wir nehmen uns die Zeit, um zuzuhören. Und Ihre Geschichte zu erzählen. Und um zu berichten, und nicht zu richten.
Denn eines vereint uns alle hier in unserem schönen Ländle: Die Geschichte Vorarlbergs wollen wir gemeinsam mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, schreiben.
Interviews mit Mitgliedern der NEUE-Redaktion:
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(NEUE Vorarlberger Tageszeitung)