Kunst, die bleibt

Mit “Alavanja Design” hat Dinko Alavanja (38) seinen eigenen Weg in der digitalen Kunst gefunden.
Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Dinko Alavanja: Schon als Kind. Die letzten Jahre ist es intensiver geworden, aber grundsätzlich begleitet mich Kunst seit meiner Kindheit. Mein Onkel ist Künstler in Kroatien und seine Bilder haben mich immer fasziniert. Ich habe damals begonnen, hobbymäßig zu zeichnen. Ich habe vieles getestet: Spraydose, Schablonen, Aquarell, alles Mögliche. Dann bin ich irgendwann auf das digitale Zeichnen gestoßen und das hat mir am meisten Freude gemacht. Die Freiheit, Fehler sofort rückgängig machen zu können, hat mich begeistert.
Was hat Sie motiviert, mit “Alavanja Design” beruflich durchzustarten?
Alavanja: Da ich nie eine Ausbildung im kreativen Bereich gemacht habe, war die Jobsuche in diesem Bereich herausfordernd. Ich habe mich bei ein paar Stellen beworben, aber überall hieß es, ohne Ausbildung sei es schwierig. Dann stand ich vor der Entscheidung, drei Jahre eine Ausbildung zu machen oder es selbst zu probieren. Und ich dachte mir, warum nicht einfach mal anfangen? Ich habe zuvor ein paar Jahre als technischer Illustrator gearbeitet. Das war interessant, aber zu technisch und zu wenig kreativ. Da habe ich gemerkt, dass ich in eine andere Richtung muss. Und meine Frau hat mich motiviert, es zu versuchen. Jetzt bin ich seit diesem Jahr selbstständig.
Was macht es für Sie besonders, wenn Sie Erinnerungen für andere festhalten?
Alavanja: Für mich ist das etwas sehr Schönes. Viele Aufträge haben eine starke persönliche Bedeutung. Zum Beispiel habe ich gerade ein Bild für eine Frau gemacht, deren Bruder verstorben ist. Sie möchte ihn auf dem Bild verewigen. Wenn man so etwas zeichnet, denkt man automatisch daran, dass dieses Bild vielleicht in hundert Jahren noch existiert. Man hält Erinnerungen fest, die für andere unglaublich wichtig sind und das ist ein schönes Gefühl.
Was ist für Sie beim Malen am Herausforderndsten?
Alavanja: Es ist vor allem die eigene Kritik. Ich bin sehr genau und arbeite oft stark hineingezoomt. Dann sehe ich jede Kleinigkeit und versuche, alles perfekt zu machen. Am Ende ist das Bild aber viel kleiner und niemand würde diese Details überhaupt bemerken. Trotzdem brauche ich manchmal lange, bis ich zufrieden bin.