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AK-Hackerangriff: Was ist mit Vorarlbergs Daten?

19.08.2026 • 16:26 Uhr
AK-Hackerangriff: Was ist mit Vorarlbergs Daten?
Nach dem Hackerangriff auf die AK Oberösterreich stellt sich auch in Vorarlberg die Frage nach der Sicherheit der Mitgliederdaten. Der designierte AK-Direktor Manuel Ganahl nimmt dazu Stellung. APA, Hagen

Nach dem Cyberangriff auf die Arbeiterkammer Oberösterreich könnten auch Daten von rund 270.000 Mitgliedern der AK Salzburg betroffen sein. Die NEUE hat deshalb bei der AK Vorarlberg nachgefragt.

Nach dem Hackerangriff auf die Arbeiterkammer Oberösterreich wird nun auch die Frage nach möglichen Auswirkungen auf andere Arbeiterkammern gestellt. Die AK Salzburg hat am Dienstag bekannt gegeben, dass möglicherweise Daten von rund 270.000 Mitgliedern abgefragt worden sein könnten.

Grund dafür ist ein gemeinsames Mitgliederverwaltungssystem. Bestimmte Daten der AK Salzburg werden aus Effizienzgründen von der AK Oberösterreich verarbeitet. In den möglicherweise betroffenen Datensätzen enthalten sind Namen, Adressen, der Betrieb und die Sozialversicherungsnummer. Gehalts- und Bankdaten sowie E-Mail-Adressen und Telefonnummern seien nicht enthalten.

Die NEUE hat bei der AK Vorarlberg nachgefragt. Die Antwort von Manuel Ganahl, designierter Direktor der AK Vorarlberg, fällt eindeutig aus: „Daten der AK Vorarlberg werden nicht in Oberösterreich gespeichert oder verarbeitet.“

ÖGB-Rechtsberater Manuel Ganahl
Manuel Ganahl, designierter Direktor der AK Vorarlberg, sieht die Systeme der Vorarlberger Arbeiterkammer durch den Hackerangriff nicht betroffen. Marcel Hagen

Auch mit anderen Arbeiterkammern gebe es kein gemeinsames Mitgliederverwaltungssystem. „Wir setzen bei unseren Mitgliedersystemen auf ähnliche Technologien, damit wir kostensparend arbeiten und Schnittstellenaufwände möglichst gering halten, dennoch haben wir kein gemeinsames System“, erklärt Ganahl. Die neun Arbeiterkammern seien rechtlich eigenständige Körperschaften und verwalteten ihre Mitgliederdaten selbst.

Mehrfach überprüft

Die Systeme der AK Vorarlberg seien nach dem Hackerangriff intern mehrfach überprüft worden. „Die Systeme der AK Vorarlberg sind nicht von dem Hackerangriff betroffen. Sie wurden intern mehrfach gecheckt und wir sind natürlich weiterhin wachsam.“

Die Arbeiterkammer verweist zudem auf ein mehrschichtiges Sicherheitskonzept. Es gebe laufende Investitionen in Identitäts- und Zugangssicherheit sowie Schulungen der Mitarbeiter durch externe Profis. Regelmäßig würden zudem externe Sicherheitsfirmen mit Überprüfungen beauftragt. Die jüngste groß angelegte Securityprüfung habe im zweiten Quartal 2026 stattgefunden.

Aus Sicherheitsgründen nennt die AK keine Details zu ihren Schutzmaßnahmen. Sollte es jemals zu einer Betroffenheit von Mitgliederdaten kommen, würden die Betroffenen laut Ganahl „selbstverständlich“ proaktiv informiert.