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Das kann die neue KI von Spotify

30.08.2026 • 10:00 Uhr
Das kann die neue KI von Spotify
Mit Spotify Labs kann zum Beispiel eine Zusammenfassung des Tagesgeschehens als Podcast erstellt werden. Symbolbild/ chat gpt

Spotify testet mit „Studio by Spotify Labs“ einen KI-Agenten, der persönliche Daten mit dem eigenen Hörgeschmack verbindet.

Mac Nutzer aufgepasst! Ein Blick auf den Kalender, die wichtigsten E-Mails lesen, Nachrichten recherchieren und daraus einen persönlichen Podcast für den Weg zur Arbeit erstellen. Genau das und vieles mehr soll „Studio by Spotify Labs“ ermöglichen. Spotify entwickelt damit aktuell einen KI-Agenten, der weit über die bisher bekannten Musikempfehlungen hinausgeht.

Das kann Studio

Nutzer schreiben dem Agenten, was sie benötigen. Spotify nennt als Beispiel eine simple Eingabe: „Erstelle einen 5-Minuten-Podcast über aktuelle Nachrichten“. Anschließend kann die Anfrage weiter verfeinert werden. Studio kann unter anderem persönliche Podcasts, Playlists, tägliche Briefings und Audio-Reiseführer erstellen. Auch wiederkehrende Aufgaben sind möglich. So könnte der KI-Agent jeden Morgen um 6.30 Uhr automatisch einen kurzen Podcast zusammenstellen. Dafür müssen lediglich der Mac eingeschaltet und Studio geöffnet sein. Die fertigen Inhalte sollen sich in der Spotify-Bibliothek speichern und später auch über andere Spotify-Geräte anhören lassen. Natürlich lassen sich auch weiterhin klassische Playlists erstellen. Dafür genügt eine einfache Eingabe wie: „Stelle mir eine Playlist für das morgendliche Kaffeetrinken auf der Terrasse zusammen.“ Dann gleicht der Agent die Hörgewohnheiten des Nutzers ab und stellt eine passende Playlist zusammen.

Persönliche Daten

Studio greift zunächst auf Informationen aus dem Spotify-Konto zurück. Dazu zählen Hörverlauf, gespeicherte Inhalte, Playlists und gefolgte Künstler.
Wer möchte, kann zusätzliche Quellen freigeben. Studio kann dann etwa Kalendertermine lesen, E-Mails nach wichtigen Nachrichten durchsuchen oder auf ausgewählte Notizen und Dateien zugreifen. Auch eine Recherche im Internet soll möglich sein. Ein Reise-Briefing könnte dadurch beispielsweise Flug- und Hotelbuchungen aus E-Mails, Termine aus dem Kalender, persönliche Notizen und aktuelle Informationen aus dem Internet zusammenführen. Diese zusätzlichen Zugriffe sind allerdings freiwillig. E-Mail und Kalender müssen ausdrücklich verbunden werden und können später wieder getrennt werden.

Klare Grenzen

Musik abspielen, Playlists erstellen, Informationen suchen oder Audioinhalte erzeugen kann Studio ohne erneute Bestätigung. Bei weiterreichenden Aktionen gelten strengere Regeln. Will der Agent beispielsweise eine E-Mail verschicken oder einen Kalendereintrag erstellen, muss der Nutzer zustimmen. Finanztransaktionen sowie medizinische und juristische Beratung sind laut Spotify natürlich nicht vorgesehen.

Datenschutz

Spotify erklärt, dass die Daten nicht zum Training der Modelle des externen KI-Dienstleisters verwendet werden. Die allgemeine Datenschutzrichtlinie des Unternehmens ist weiter gefasst. Dort gelten unter anderem Eingaben in KI-Funktionen und Transkripte als Nutzungsdaten. Unter bestimmten Voraussetzungen können Daten auch zur Entwicklung und zum Training eigener algorithmischer und maschineller Lernmodelle verwendet werden. Verbundene Konten und erteilte Berechtigungen sollen sich wieder entfernen lassen. Präferenzen und Erinnerungen speichert Studio laut Spotify teilweise lokal auf dem Gerät. Auch diese Daten sollen Nutzer löschen können.

Fehler möglich

Der KI-Agent ist noch nicht fehlerfrei. Laut Anbieter kann Studio Fehler machen und sich unerwartet verhalten. Das ist besonders relevant, wenn der Agent E-Mails, Termine oder Nachrichten zusammenfasst. Nutzer sollten die Ergebnisse deshalb überprüfen, bevor sie sich darauf verlassen. Welches konkrete KI-Modell hinter Studio arbeitet, ist derzeit nicht offiziell bekannt. Nutzer berichten allerdings, dass Claude verwendet werden soll.
Stand gestern ist Studio für ausgewählte Premium-Nutzer ab 18 Jahren in bestimmten Märkten verfügbar. Unterstützt wird derzeit macOS. Eine allgemeine Windows-Version gibt es noch nicht.