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Ulli Hagen und ihr 1000. Rezept für die NEUE am Sonntag

01.11.2026 • 10:00 Uhr
Ulli Hagen und ihr 1000. Rezept für die NEUE am Sonntag
Die leidenschaftliche Köchin sorgt mit ihren Rezepten in ganz Vorarlberg für pure Gaumenfreude! Hartinger

Seit fast 20 Jahren begeistert Ulrike Hagen die Leser der NEUE mit ihren Rezepten. Was mit Klassikern begann, ist längst zu einer kulinarischen Reise durch die Küchen der Welt geworden. Zum Jubiläum spricht die Köchin aus Lustenau über ihre Leidenschaft.

Als Ulrike Hagen im Oktober 2007 ihr erstes Rezept für die NEUE am Sonntag einreichte, war die Aufregung groß. Drei Gerichte hatte sie vorbereitet, in der Annahme, dass diese in mehreren Ausgaben erscheinen würden. Die Redaktion hatte andere Pläne. Schweinsbraten, Apfelküchle und die traditionelle Lustenauer Mostsuppe wurden gemeinsam veröffentlicht. „Ich war total nervös“, erinnert sich die passionierte Köchin. Dass daraus eine beinahe 20-jährige Erfolgsgeschichte werden würde, konnte sie damals noch nicht ahnen.

Am Sonntag, dem 1. November 2026, erreicht diese Geschichte einen besonderen Meilenstein. Mit ihren Kürbisknöpfle veröffentlicht Hagen ihr 1000. Rezept in der NEUE am Sonntag. Hinter dieser Zahl stecken unzählige Stunden in der Küche, viel Experimentierfreude und vor allem eine große Leidenschaft.

Ulli Hagen und ihr 1000. Rezept für die NEUE am Sonntag
Die traditionelle Lustenauer Mostsuppe wurde von Ulrike Hagen für die NEUE am Sonntag nachgekocht. Hartinger

Freude am gemeinsamen Essen

Die Begeisterung fürs Kochen begleitet Ulrike Hagen schon ihr ganzes Leben. Bereits ihre Mutter stand gerne am Herd, die Freude an gutem Essen wurde in der Familie gepflegt. Für Hagen ist Kochen weit mehr als die bloße Zubereitung einer Mahlzeit. Es geht um Gemeinschaft, Genuss und darum, anderen eine Freude zu bereiten.

„Für mich ist einfach das Wichtigste, dass man glücklich ist, wenn man mein Essen genießt“, erzählt sie. Ob Familie oder Freunde, ob eine kleine Runde oder eine große Gesellschaft, Hagen hat gerne Gäste am Tisch. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie eine einfache Suppe, einen Salat oder ein aufwendiges Menü serviert. Entscheidend ist, dass es schmeckt und alle zufrieden sind.

Ulli Hagen und ihr 1000. Rezept für die NEUE am Sonntag
Ihr erstes Rezept für die NEUE am Sonntag erschien am 28. Oktober 2007.

Von Lustenau in die weite Welt

Die regionale Küche spielte bereits bei ihren ersten Veröffentlichungen eine zentrale Rolle. Nicht zufällig gehörte die Lustenauer Mostsuppe zu jenen Gerichten, mit denen Hagen ihre Rezeptserie eröffnete. Sie wollte bewusst die kulinarischen Traditionen Vorarlbergs aufgreifen und den Lesern näherbringen.

Doch ihre kulinarische Neugier reicht weit über die Landesgrenzen hinaus. Schon früh interessierte sie sich für internationale Gerichte, stöberte in Kochbüchern und probierte Rezepte aus aller Welt aus. Besonders gerne bereitet sie Currys zu, ebenso schätzt sie die italienische Küche. Inspiration findet sie auch auf Reisen. Was ihr im Urlaub schmeckt, versucht sie gerne in der eigenen Küche nachzukochen. Genau diese Vielfalt macht für sie den Reiz ihrer wöchentlichen Rezeptbeiträge aus.

Ulli Hagen und ihr 1000. Rezept für die NEUE am Sonntag
Ein Blick über die Schulter der passionierten Köchin. Hartinger

Rezept muss funktionieren

Bei aller Experimentierfreude hat Hagen einen klaren Anspruch: Ihre Gerichte sollen auch zu Hause gelingen. Deshalb legt sie großen Wert auf verständliche und genaue Anleitungen. 

Wie ernst sie diesen Anspruch nimmt, zeigt eine Geschichte aus ihrem Küchenalltag. Nach einem Aufenthalt in Südfrankreich, wo sie besonders gute Croissants gegessen hatte, wollte sie das französische Gebäck selbst herstellen. Das Ergebnis überzeugte sie, doch die Zubereitung war alles andere als einfach. Bevor sie das Rezept veröffentlichte, musste deshalb ihr Mann zum Praxistest antreten. Obwohl er kaum Erfahrung beim Backen hatte, gelangen ihm die Croissants nach ihrer Anleitung. Erst damit war für Hagen klar, dass das Rezept auch für ihre Leser geeignet war.

Überhaupt ist ihre Familie eng in ihre kulinarischen Versuche eingebunden. Die Angehörigen dürfen regelmäßig kosten, was in ihrer Küche entsteht.

Ulli Hagen und ihr 1000. Rezept für die NEUE am Sonntag
Die sympathische Lustenauerin kocht am liebsten für ihre Familie und Freunde. Hartinger

Kochen ohne starre Regeln

Obwohl Hagen mittlerweile 1000 Rezepte veröffentlicht hat, hält sie sich beim eigenen Kochen nur selten an schriftliche Vorgaben. Viel lieber lässt sie sich von den vorhandenen Zutaten, der Saison und ihrer jeweiligen Lust auf ein bestimmtes Gericht leiten.

Gerade darin sieht sie einen wesentlichen Unterschied zwischen Kochen und Backen. Während beim Backen Mengen und Abläufe häufig exakt eingehalten werden müssen, erlaubt das Kochen mehr Freiheiten. Zutaten können ausgetauscht, ergänzt oder weggelassen werden. Selbst bekannte Klassiker bekommen dadurch wieder eine neue Note.

Ulli Hagen und ihr 1000. Rezept für die NEUE am Sonntag
Beim Kochen zählt für Ulrike Hagen das Gefühl. Hartinger

Viel Lob von den Lesern

In den beinahe zwei Jahrzehnten ihrer Zusammenarbeit mit der NEUE hat Hagen zahlreiche Rückmeldungen erhalten. Die Reaktionen seien fast durchwegs positiv gewesen, erzählt sie. Ihre Rezepte werden gelesen, ausprobiert und offenbar auch vermisst. Denn besonders deutlich zeigt sich die Verbundenheit der Leserschaft, wenn einmal kein Rezept erscheint. Dann lassen entsprechende Nachfragen nicht lange auf sich warten.

Gelegentlich sorgen auch sprachliche Feinheiten für Diskussionen. So gab es einmal Kritik an der Bezeichnung „Cheesecake“. Ein Leser hätte stattdessen lieber „Käsekuchen“ oder „Topfenkuchen“ gelesen. Solche Rückmeldungen gehören für Hagen ebenso dazu wie die Diskussion darüber, ob ein Gericht nun Knöpfle oder Spätzle heißen soll. „Als Lustenauerin selbstverständlich Knöpfle“, so die Antwort der Köchin.

Ulli Hagen und ihr 1000. Rezept für die NEUE am Sonntag
“Einbrenn” für ihre traditionelle Lustenauer Mostsuppe. Hartinger

Mit Freude und ohne Hektik

Wer von Ulrike Hagen einen Geheimtipp für die eigene Küche erwartet, bekommt eine einfache Antwort: Freude am Kochen ist für sie die wichtigste Zutat. Niemand müsse sich an den Herd stellen, wenn er überhaupt keine Lust dazu habe, findet sie. Wer sich allerdings dafür begeistert, sollte sich auch die nötige Zeit nehmen. Gerade aufwendigere Gerichte verlangen Geduld.

Was kommt bei einer Frau, die bereits 1000 Rezepte veröffentlicht hat, selbst am liebsten auf den Tisch? Ein eindeutiges Lieblingsgericht hat sie nicht. Mal sind es Käsknöpfle, mal ein Curry, ein Stück Fleisch oder ein frischer Salat. Ihre Vorlieben hängen ganz von der Tagesverfassung ab. Viel zu groß sei nämlich ihre Neugier auf unterschiedliche Geschmäcker und neue Kombinationen. Wir wünschen gutes Gelingen und guten Appetit!

Hier finden Sie das 1000. Rezept:

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(NEUE am Sonntag)