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Duale Ausbildung wird weiter gestärkt

11.11.2020 • 19:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Symbolbild/apa

Im Landhaus tagten am Mittwoch gleich fünf Landtagsausschüsse.

Ein dichtes Programm gab es am Mittwoch im Montfortsaal des Bregenzer Landhauses. Gleich fünf Ausschüsse haben dort im Vorfeld der Landtagssitzung am kommenden Mittwoch getagt. Zahlreiche Fragen von Elektromobilität bis hin zum Corona-Management an den Schulen wurden dabei diskutiert. Gleich zu Beginn des „Ausschuss-Tages“ stand im Volkswirtschaftlichen Ausschuss die Lehre im Vordergrund. Unter anderem hatten die Freiheitlichen in einem Antrag die Stärkung der dualen Ausbildung gefordert, um auf diese Weise die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Rahmenbedingungen für Betriebe verbessern

Einstimmig angenommen wurde dann ein Antrag der Regierungsparteien. In diesem wird die Regierung aufgefordert, ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Lehrlingsausbildung zu schnüren. So sollen etwa die Rahmenbedingungen für Betriebe verbessert werden, die Lehrlinge ausbilden. Ebenso sollen die Investitionen in die Jugendbeschäftigung auf einem hohen Niveau weitergeführt werden. Es gehe darum, jungen Menschen – gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie – Perspektiven für die Zukunft zu geben, sagte dazu Grünen-Arbeitssprecherin Vahide Aydin.

Schub für die Elektromobilität

Als nächstes trafen sich dann die Mitglieder des Energiepolitischen Ausschusses. In diesem wurde ein Antrag von ÖVP und Grünen zur E-Mobilität diskutiert. Ziel der Regierungsparteien ist es, die Ladeinfrastruktur im privaten Wohnbereich zu verbessern. Danach wurde im Sozialpolitischen Ausschuss unter anderem die Hacklerregelung diskutiert.

ÖVP-Landtagsabgeordnete Veronika Marte ist Vorsitzende des Kultur- und Bildungsausschuss. <span class="copyright">ÖVP</span>
ÖVP-Landtagsabgeordnete Veronika Marte ist Vorsitzende des Kultur- und Bildungsausschuss. ÖVP

Im folgenden Kultur- und Bildungsausschuss ging es dann schließlich um Bewegung in den Schulen, die Corona-Tests im Bildungswesen und den baulichen Zustand der HAK/HAS in Bregenz. Ersteres wurde in einem schwarz-grünen Antrag thematisiert, der einstimmig angenommen wurde, wie die Ausschuss-Vorsitzende Veronika Marte (ÖVP) berichtete. Im Sinne der Gesundheitsprävention solle die Bewegung in der Schule wieder mehr in den Vordergrund gerückt werden. Auch Initiativen wie „Vorarlberg bewegt“ sollen gestärkt werden. Ebenso wird in dem Antrag die Bundesregierung aufgefordert, eine tägliche Bewegungseinheit in den Bildungseinrichtungen einzuführen.

Baulicher Zustand der HAK Bregenz

In einem weiteren Antrag machten die Vertreter der Sozialdemokraten auf bauliche Mängel bei der HAK/HAS Bregenz aufmerksam. Die Landesregierung müsse sich beim Bund dafür einsetzen, dass diese endlich beseitigt werden. Die Pläne dafür gebe es bereits, erläuterte Marte. Allerdings habe Corona zu Verzögerungen geführt.

Auch das Corona-Management an den Schulen wurde gestern diskutiert. <span class="copyright">Shutterstock</span>
Auch das Corona-Management an den Schulen wurde gestern diskutiert. Shutterstock

Ähnlich äußerte sich die ÖVP-Vertreterin zu einem Antrag der Neos. In diesem werden Maßnahmen gefordert, um in den Bildungseinrichtungen schnelle Corona-Tests bereitzustellen. Allerdings fand der Vorschlag keine Mehrheit. Es gebe bereits eine Teststrategie in den Schulen, die auch laufend – basierend auf den neuesten Erkenntnissen – verbessert werde, begründete Marte die Ablehnung seitens der Volkspartei. Ziel sei es, Schulschließungen zu verhindern.

Einstimmig angenommen wurde jedoch ein SPÖ-Abänderungsantrag, in dem das Corona-Management auch auf die Kindergärten ausgeweitet wird.