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Inflation: Preise steigen auf breiter Front

04.04.2022 • 13:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Fast alle Bereiche des täglichen Lebens haben sich stark verteuert. <span style="color: rgba(111, 111, 111, var(--tw-text-opacity)); font-size: 0.75rem; text-transform: uppercase;"><span class="copyright">Julian Stratenschulte/dpa </span></span>
Fast alle Bereiche des täglichen Lebens haben sich stark verteuert. Julian Stratenschulte/dpa 

Acht von zehn Gütern des gesamten Warenkorbs haben sich verteuert.

Nicht nur fossile Brennstoffe wie Erdgas und Benzin haben sich in den vergangenen Monaten stark verteuert. Fast alle Bereiche des täglichen Lebens haben sich kräftig verteuert. Beinahe acht von zehn Gütern des gesamten Warenkorbs weisen mittlerweile eine Teuerung von mehr als zwei Prozent auf, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt.

So sind in Österreich die Preise für neue und gebrauchte Fahrzeuge oder Instandhaltungen und Reparaturen von Wohnungen stark gestiegen. Auch die Lebensmittelpreise ziehen 2022 kräftig an. “Die Inflation ist seit dem Ukraine-Konflikt kein temporäres Phänomen mehr. Und sie ist kein reines Energieproblem. Die Preise steigen auf breiter Front”, sagt Agenda-Austria-Ökonomin Heike Lehner.

Inflation: Preise steigen auf breiter Front
Agenda Austria-Ökonomin Heike Lehner: “Kein reines Energieproblem”Kleine Zeitung

Vor allem anhaltend hohe Energiepreise sowie gestörte Lieferketten bremsen die wirtschaftliche Erholung und treiben die Preise, heißt es auch von der Beratungsfirma Deloitte.

Inflation: Preise steigen auf breiter Front
Kleine Zeitung

Die steigenden Preise bremsen wiederum das Vertrauen der privaten Haushalte in die wirtschaftliche Lage. Christoph Teller und Ernst Gittenberger vom Institut für Handel, Absatz und Marketing der Uni Linz orten daher einen “neuen Tiefststand im Konsumklima” in Österreich und EU-weit. Noch tiefer sogar als zu Beginn der Coronakrise.

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Universitätsprofessor Christoph Teller, Johannes Kepler-Universität, LinzKleine Zeitung

“Die Sparneigung steigt wieder”

Der sogenannte Vertrauensindex zur wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte ist im März um zwölf Zähler in Österreich bzw. um neun Zähler im EU-27-Durchschnitt gegenüber dem Vormonat Februar abgefallen. “Das Vertrauen der Konsumenten und Konsumentinnen ist erschüttert. Das hat negative Auswirkungen auf die Konsumausgaben im Einzelhandel. Größere Ausgaben werden hintenangestellt. Die Sparneigung steigt wieder”, so Teller und Gittenberger. Und weiter: „Die sich abzeichnende Konsumerholung im Abschwung der Covid-19-Pandemie hat mit dem Krieg in der Ukraine zu einem abrupten Ende geführt. Damit einhergehende Preiserhöhungen vergiften das Konsumklima in Österreich und in der EU. Es mutet an, also ob die Konsumenten in eine Angststarre verfallen sind. Das bedeutet nichts Gutes für die Wirtschaft.”

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