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Unter Alkoholeinfluss zwei Ausländer bedroht

04.04.2022 • 19:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der 32-Jährige hat unter Alkoholeinfluss zwei Ausländer bedroht.<span class="copyright">Shutterstock</span><span class="copyright">(Symbolbild)</span>
Der 32-Jährige hat unter Alkoholeinfluss zwei Ausländer bedroht.Shutterstock(Symbolbild)

Sechs bedingte Haftmonate für ausländerfeindlichen 32-Jährigen.

Ausländerfeindlichkeit sei das besonders verwerfliche Tatmotiv des Angeklagten gewesen, sagte Staatsanwältin Karin Dragosits. Er habe offenbar ein Problem mit Menschen aus dem Ausland, merkte Strafrichterin Magdalena Rafolt an.

Unter Alkoholeinfluss hat der 32-Jährige nach den gerichtlichen Feststellungen bei zwei Vorfällen in den Jahren 2020 und 2021 in Dornbirn zwei Ausländer bedroht. Demnach hat er im Vollrausch 2020 zu einem ihm gar nicht bekannten Fußgänger auf der Straße wiederholt und sogar in Anwesenheit von einschreitenden Polizisten gesagt, es sei für ihn leicht, ihn umzubringen. Zudem hat der Arbeitslose den 30-jährigen Türken mit der Halsabschneidergeste bedroht.

Ambulante Alkoholtherapie

Alkoholisiert, aber noch zurechnungsfähig war der Dornbirner nach Ansicht der Richterin, als er im Vorjahr mit seinem Klopfen an der Wohnungstür seinen irakischen Nachbarn geweckt und ihm damit gedroht hat, ihn zu schlagen. Des Weiteren hat er vor dem 49-Jährigen die Geste mit dem Halsabschneiden gemacht und mit einem Tritt den Schuh­kasten seines Nachbarn beschädigt.

Wegen der Begehung einer Straftat im Vollrausch, gefährlicher Drohung und Sachbeschädigung wurde der unbescholtene Angeklagte am Montag am Landesgericht Feldkirch zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt. Eine Zwangseinweisung in eine Anstalt für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher bleibt ihm erspart, wenn er sich innerhalb der Probezeit von drei Jahren einer ambulanten Alkoholtherapie unterzieht, keinen Alkohol mehr trinkt, sich weiterhin psychiatrisch und psychosozial behandeln lässt und in einem betreuten Wohnheim bleibt.

Die Richterin folgte bei den Bewährungsauflagen den Empfehlungen des psychiatrischen Gutachters Reinhard Haller. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Angeklagte und die Staatsanwältin nahmen jeweils drei Tage Bedenkzeit in Anspruch.

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