Handarbeit, die schmeckt

Champee und Peter Metzler bauen auf 3000 Quadratmetern über fünfzig Pflanzenkulturen an, komplett ohne Maschinen, dafür mit echter Bio‑Handarbeit.
Wie sind Sie zum Gemüseanbauen gekommen?
Peter Metzler: Angefangen hat alles ganz klein mit unserem Hobbygarten. Wir sind 2018 hierhergezogen, haben das Haus gebaut und wollten einfach eigenes Gemüse anbauen. Der Garten wurde immer größer und wurde schließlich zu einem Selbstversorgungsgarten. Ein Betrieb war nie geplant. Erst später bin ich auf das Marktgärtner‑Konzept gestoßen. Die Idee, ohne große Investitionen professionell Gemüse anzubauen, hat mich sofort begeistert. Nach einem Online‑Kurs haben wir beschlossen, es einfach zu probieren und so ist Schritt für Schritt unser Betrieb entstanden.
Was macht Ihre Arbeit besonders?
Metzler: Für uns ist “Natur pur” zentral. Wir arbeiten biologisch und verzichten sogar auf Mittel, die im Bioanbau erlaubt wären. Alles passiert in Handarbeit, jedes Pflänzchen wird einzeln gesetzt. Das ist viel Arbeit, aber man sieht und schmeckt den Unterschied. Schon im Hobbygarten habe ich gemerkt, dass selbst angebautes Gemüse einfach intensiver schmeckt. Genau diese Qualität wollen wir weitergeben.
Sie machen biointensive Bewirtschaftung. Was bedeutet das?
Metzler: Biointensiv heißt, dass wir auf kleiner Fläche sehr viel Gemüse anbauen. Wir nutzen jeden Quadratmeter effizient, weil wir keine schweren Maschinen einsetzen. Alles wird von Hand gepflegt, geerntet und vorbereitet. Dadurch können wir engere Pflanzabstände nutzen und die Fläche optimal auslasten. Das ist körperlich anstrengend, aber es ermöglicht uns, auf 3000 Quadratmetern Anbaufläche über fünfzig verschiedene Pflanzenkulturen zu produzieren.
Was schätzen die Kunden am meisten an Ihren Produkten?
Metzler: Ganz klar die Frische. Wir ernten am Vortag und verkaufen am nächsten Tag, deshalb hält unser Gemüse oft deutlich länger als im Supermarkt. Viele erzählen uns, dass sie eine Woche später noch alles verwenden können. Dazu kommt, dass wir komplett ungespritzt arbeiten. Am Markt sind wir immer selbst vor Ort, reden mit den Leuten und können zu jedem Produkt etwas sagen. Wenn ein Blatt ein kleines Loch hat, wissen wir genau, woher es kommt. Diese Nähe und Transparenz schätzen die Kundinnen und Kunden.