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Unterländer schlug erneut seine Oma – verurteilt

16.12.2022 • 19:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der alkoholisierte Enkel soll seiner 82-jährigen Oma mit der Faust einmal auf den Kopf geschlagen haben. <span class="copyright">Shutterstock</span>
Der alkoholisierte Enkel soll seiner 82-jährigen Oma mit der Faust einmal auf den Kopf geschlagen haben. Shutterstock

Kurz nach seiner Haftentlassung wurde der 31-Jähriger neuerlich gewalttätig. Er muss wieder in Haft.

Im Oktober ist der Unterländer nach Ansicht der Strafrichterin wieder gegen seine Großmutter körperlich und verbal gewalttätig geworden.

Dafür wurde der mehrfach einschlägig vorbestrafte 31-Jährige in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Das Urteil von Richterin Silke Sandholzer, mit dem der angeklagte Untersuchungshäftling und Staatsanwältin Severa Jörg einverstanden waren, wurde schon in der Hauptverhandlung rechtskräftig. Weil über den Rückfalltäter in der Vergangenheit bereits zumindest zwei Haftstrafen wegen ähnlicher Straftaten verhängt worden waren, erhöhte sich für ihn der Strafrahmen um die Hälfte auf bis zu eineinhalb Jahre Haft.

Mit der Faust auf den Kopf geschlagen

Der Schuldspruch erfolgte wegen Nötigung, Körperverletzung, Verleumdung und gefährlicher Drohung. Demnach hat der Angeklagte kurz nach seiner jüngsten Entlassung aus dem Gefängnis zu seiner Oma am 19. Oktober gesagt, er werde sie zusammenschlagen, wenn sie seinen Bon fürs Handyaufladen nicht finde. Zudem hat der alkoholisierte Enkel der 82-Jährigen mit der Faust einmal auf den Kopf geschlagen und sie dabei leicht verletzt. Sie habe deswegen drei Tage lang Schmerzen gehabt, sagte die Pensionistin vor Gericht als Zeugin.

Verleumdet

Nach den gerichtlichen Feststellungen hat der Arbeitslose seine Großmutter auch vor der Polizei verleumdet, weil er wahrheitswidrig behauptet hat, sie habe ihm eine verschreibungspflichtige Morphintablette gegeben. Des Weiteren hat der Angeklagte im Haus seiner Großmutter, in dem er wohnen durfte, während der Auseinandersetzung mit der Oma einem zufällig anwesenden Heizungsmonteur gedroht, er werde ihn schlagen.
In der Vergangenheit wurde der junge Mann schon einmal wegen fortgesetzter Gewaltausübung verurteilt, weil er seiner Großmutter wiederholt auf den Kopf geschlagen hat. Bestraft wurde er früher auch, nachdem er von seinen Großeltern mit Drohungen Geld erpresst hat. Ein Gerichtspsychiater bescheinigte ihm in einem der Strafverfahren eine Persönlichkeitsstörung. Staatsanwältin Jörg sprach im nunmehrigen Prozess von einer „massiven Charakterlosigkeit“, mit Gewalt gegen die Großmutter vorzugehen.
Der Angeklagte sagte im Gerichtssaal zu seiner Oma, ihm tue leid, was er ihr angetan habe. Unter Tränen erwiderte die 82-jährige Frau, sie wünsche ihm alles Gute in seinem Leben.

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