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Frau kratzte und bedrohte ihren Ehemann: Geldbuße

15.04.2026 • 16:06 Uhr
Frau kratzte und bedrohte ihren Ehemann: Geldbuße
Angeklagte kam mit einer Diversion davon. NEUE

Angeklagte (47) soll ihren Ehemann mit dem Umbringen bedroht haben.

In Fällen häuslicher Gewalt sind es meist Männer, die auf der Anklagebank sitzen. Am Landesgericht Feldkirch zeigte sich diese Woche ein umgekehrtes Bild. Eine 47-jährige türkische Staatsbürgerin, seit 2020 in Österreich und bislang unbescholten, musste sich wegen gefährlicher Drohung und Nötigung verantworten. Die Anklage wirft ihr vor, ihren Ehemann Ende 2025/ Anfang 2026 mehrfach mit dem Umbringen bedroht zu haben. Zudem soll sie angekündigt haben, seinen Sohn so zu erziehen, dass dieser ihn eines Tages töten werde. Bei einem Vorfall soll sie versucht haben, dem Mann das Handy abzunehmen und ihn am Kragen gepackt und gekratzt zu haben. Laut Anklage erlitt der Ehemann Kratzwunden am Rücken.

300 Euro Geldbuße

Die Angeklagte wies die behaupteten Drohungen zurück. Die Beziehung sei angespannt gewesen, man habe sich oft wegen Kleinigkeiten gestritten, die dann eskaliert seien. Seit eineinhalb bis zwei Monaten lebt das Paar getrennt.
Der Ehemann, ein 55-Jähriger, schilderte im Zeugenstand, dass es zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen sei.
Nach der Beweisaufnahme bot der Richter der Angeklagten eine Diversion an. Die Frau übernahm die dafür notwendige Verantwortung. Die Höhe der Geldbuße wurde vom Richter mit 300 Euro festgesetzt. Zahlt die Frau den Betrag innerhalb der gesetzten Frist, wird das Strafverfahren gegen sie ohne Verurteilung und Eintrag ins Strafregister beendet.